Unterschiede zwischen Tanne und Fichte

Die Fichte (Picea abies) – bei uns umgangssprachlich als Rottanne oder Rotfichte bezeichnet – erkennt man gut an den hängenden Zapfen.

Da wäre dann aber noch die eigentliche Tanne: die Weiss-Tanne (Abies alba).

Die beiden Nadelbäume lassen sich gut anhand von Zapfen und Nadeln unterscheiden.

Nadeln / Rinde der Fichte (Picea abies):

Fichtennadeln haben sehr stachelige Spitzen (wer schon mal einen Fichten-Weihnachtsbaum dekoriert hat, weiss, WIE stachelig ihr Nadelkleid ist!) Im Unterschied zur Tanne sind die Nadeln der Fichte ringsum am Zweig angeordnet.

Die Rinde von jüngeren Fichten ist in tieferen Lagen rötlichbraun, feinschuppig. Im Gebirge rötlich mit Grautönen versetzt; im Alter enwickelt sie eine dunkelgrau bis grauschwarze, aufreissende Schuppenborke, die sich in kleinen rundlichen Schuppen ablöst.

Nadeln /Rinde der Tanne (Abies alba):

Tannennadeln sind weich und flach mit abgerundeter Spitze, die in der Mitte eine leichte Kerbung aufweist. Auf der Unterseite befinden sich zwei weissliche Streifen; oft in zwei in zwei Reihen (kammförmig) am Zweig angeordnet.

Tannenrinden sind weiss- bis hellgrau, glatt, oft mit kleinen Harzblasen, erst ab einem Alter von 40-60 Jahren bildet sich eine grobrissige, mit deutlichen Querrissen versehene, abblätternde Borke. Schuppen weisen auf der Innenseite eine rötlichbraune Färbung auf.

Die Zapfen der Fichte hängen an den Zweigen, die Spitze zeigt nach unten. Sind sie reif, fallen sie als Ganzes zu Boden. Einst wurden sie eifrig als begehrtes Brennmaterial gesammelt.

Nur im ganzen jungen Stadium stehen kleine Fichtenzapfen, spätestens aber ab etwa Ende Mai beginnen sie sich Richtung Erde zu neigen und hängen schliesslich am Zweig.

Zapfen der Weiss-Tanne (Abies alba):

Dieser reife Zapfen wurde wohl von einem Eichhörnchen zu Boden geworfen, denn normalerweise verbleiben Tannenzapfen wenn sie reif sind aufrecht stehend am Zweig. Schuppen und Samen blättern ab, bis schliesslich nur noch die aufrechte Spindel am Zweig verbleibt.

Hier seht ihr links einen Fichtenzapfen, wie er oft am Boden zu finden ist und rechts davon den von einem Eichhörnchen zu Boden geworfenen Tannenzapfen. Gut sichtbar die Spindel; sämtliche Schuppen und Samen sind bereits «abgeblättert».

Um die Unterschiede von Fichte und Tanne nochmals aufzuzeigen, findet ihr nachfolgend einige Vergleichsbilder in der Galerie. Wie ihr sehen werdet, ist die Bestimmung allein von der Rinde her schwierig, da sich ihr Aussehen je nach Alter verändert.

Die Fichte werde werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch in einem separaten Portrait vorstellen.

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