Unbeliebt bei Vögeln: Schneeballbeeren

Kürzlich sah ich im letzten warmen Schein der untergehenden Sonne diese leuchtend roten Beeren des Gemeinen Schneeballs (Viburnum opulus).

Die Vögel verschmähen die glasig roten, etwa erbsengrossen Steinfrüchte meistens den ganzen Winter, bis sie im Frühling irgendwann faulend von den Zweigen fallen. Sie wissen, was ihnen bekommt und was nicht.

Dass diese verführerisch roten Beeren nicht gefressen werden – auch nicht nach mehreren Frösten – hat seinen Grund: Das Federvolk scheint zu wissen, dass sie ihnen nicht bekommen (wie übrigens ja auch den Menschen nicht). Sie können Durchfall und Erbrechen auslösen. Einzig den in Mitteleuropa überwinternden Seidenschwänzen (Bombycilla garrulus) soll der Genuss der Beeren nicht schaden.

Für die Giftigkeit sind enthaltene Stoffe wie Oxalate, Saponine, Gerbstoffe, das Glykosid Viburnin, Pektin und Bitterstoffe verantwortlich.

Der Schneeball hat als Giftpflanze den Toxizitätsgrad „giftig“. Über die Giftigkeit der Beeren findet man jedoch in der Literatur unterschiedliche und widersprüchliche Angaben, von «schwach giftig» bis «giftig». Insbesondere in osteuropäischen Ländern werden sie mancherorts sogar gekocht verwendet. Roh verzehrt sind sie jedoch mit Sicherheit giftig für den Menschen.

Quellen: Birds online und Botanikus

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