Hauswurz – Heilpflanze und Blitzableiter der Vorfahren

Beim Barte des Donar, es ist wahr: Vor der Erfindung der Blitzableiter galt die auch als Dachwurz bezeichnete Hauswurz als Blitzableiter par excellence!

Auch fand der aus den fleischigen Blättern gedrückte schleimige Saft bei unseren Vorfahren eine bewährte äusserliche Anwendung in der Volksheilkunde.

Pflanzen trotzen der Hitze auf Dächern

Wie «die Katze auf dem heissen Blechdach» mögen sich wohl zur Zeit die «Dachpflanzen» auf den erhitzten Dächern fühlen.

Bei Temperaturen über 30° brennt die Sonne gnadenlos auf sie herunter, lässt den Untergrund, die Ziegel, Bleche oder was auch immer, siedend heiss und vor allem trocken werden. Doch dank ihrer wasserspeichernden Blätter ist das kein Problem.

Der Siegeszug der Hauswurz

Noch in meiner Jugend habe ich die Hauswurz (Sempervivum) weder in Gärtnereien noch in Hausgärten wahrgenommen. Heute sind es bereits über 7000 Arten die gärtnerische Anwendung finden. Das hat wohl auch mit ihrem Namen Steinwurz zu tun und dem Aufkommen der Stein- und Schottergärten. Kaum eine andere Pflanze hält es nämlich dort aus, wo sie wächst: auf trockenem, steinigen Grund. Sie hat aber auch noch ganz andere wertvolle Eigenschaften.