Von Weitem schon sah ich es weiss in der Hecke leuchten und ich wusste: Hier blüht bereits der Gemeine Schneeball. Wie so oft in der Botanik, locken auch seine Blüten die Bestäuber mit einem Trick an.
Kürzlich sah ich im letzten warmen Schein der untergehenden Sonne diese leuchtend roten Beeren des Gemeinen Schneeballs (Viburnum opulus).
Die Vögel verschmähen die glasig roten, etwa erbsengrossen Steinfrüchte meistens den ganzen Winter, bis sie im Frühling irgendwann faulend von den Zweigen fallen. Sie wissen, was ihnen bekommt und was nicht.
Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich der Hochsommer dem Ende zuneigt, ist die Tatsache, dass es in den Hecken bunt wird:
So erröten beispielsweise bereits die ersten Pfaffenhütchen, als würden sie sich schämen, für den Namen, den man ihnen einst gegeben hat. Aber auch so manch anderes Heckengehölz macht nun mit seinen Früchten auf sich aufmerksam.
Nicht nur den extravaganten Fruchtstand der Vierblättrigen Einbeere (Paris quadrifolia) kann man zur Zeit am Wegesrand entdecken. Es gibt noch so manch anderes zu bestaunen, wie beispielsweise die letzte blühende Vielblütige Weisswurz.
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