Der Gartenrotschwanz ist zurück

Mit den Bildern des Gartenrotschwanzes (Phoenicurus phoenicurus) wünsche ich euch allen von Herzen einen erholsamen Sonntag!

Er ist in unseren Gärten viel seltener anzutreffen, als der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochuros), das hat seinen Grund.

Hausrotschwanz-Nachwuchs

Noch immer ist unser Garten ein einziger Vogelkindergarten. Zur Zeit sitzen fast täglich junge Hausrotschwänze vor der Küchentür und wir beobachten uns gegenseitig.

Ihr Verwandter, der Gartenrotschwanz, ist jedoch nicht mehr häufig anzutreffen.

Besuch vom Gartenrotschwanz

Heute schaute ich mal wieder im richtigen Moment zum Fenster heraus: Ein Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) besuchte unseren Garten.

Im Vergleich zum Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros), den man doch recht häufig beobachten kann, sieht man den Gartenrotschwanz leider nicht mehr so oft. Viele der Obstbaugebiete, sein bevorzugter Lebensraum, sind verschwunden. Ein Grund, warum man ihn bei uns noch antreffen kann: Der Nachbar hat noch viele Obstbaumbestände.

Der Gartenrotschwanz, der Zweite im Bunde

Nachdem ich euch den Hausrotschwanz vorgestellt habe, darf ich es nicht unterlassen, euch auch seinen selteneren Verwandten, den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus), zu zeigen.

Auch er hat den für Rötel typischen, ziegelroten Schwanz, doch im Gegensatz zum Hausrotschwanz ist auch seine Brust ziegelrot gefärbt. Auffällig ist zudem sein kreideweisser Stirnfleck über dem schwarzen Köpfchen.

Was die beiden Vögel gemeinsam haben, ist das ständige Wippen mit dem Schwänzchen.

Der Gartenrotschwanz ist ein Bewohner lichter Wälder, man begegnet ihm aber auch in Parks und Gärten, wo er sich – wie der Hausrotschwanz – auch mit einem aufgehängten Halbnistkasten zufrieden gibt. Seine Nester kann man beispielsweise in Mauerlöchern, einer Holzbeige, oder im Dachgebälk eines Schuppens finden.

Gesanglich hebt sich der Gartenrotschwanz vom Hausrotschwanz ab, anstatt wie dieser knirschende, knarrende Laute von sich zu geben, fällt er durch einen langgezogenen hohen Ton auf, dem zwei tiefere kurze Laut folgen.

Der Gartenrotschwanz ist ein Zugvogel, der uns im September/Oktober Richtung Afrika verlässt, wo er den Winter verbringt um dann anfangs April wieder zurückzukehren.

Leider nehmen seine Brutbestände in der Schweiz ab und der Gartenrotschwanz gilt als potentiell gefährdet. Umso mehr freut es mich natürlich, wenn dieser prächtige Singvogel mich mit seiner Anwesenheit beehrt.