Weibliche Eiben schmücken sich jetzt mit roten Beeren

Hell erleuchtet vom letzten Schein der Abendsonne, habe ich diese Woche die roten Beeren unserer Eibendame fotografiert.

Nur die weiblichen Bäume schmücken sich mit ihnen, während die männlichen Bäume im Frühjahr mit ihren pollengefüllten kleinen, kugeligen Kätzchen an den Zweigen punkten.

Die Eibe (Taxus baccata) ist ein Symbol für die Vergänglichkeit, den Tod, und so zählt sie sinnigerweise noch heute zu den häufigsten Friedhofbäumen. Dass just die Eibe sinnbildlich für die Sterblichkeit steht, ist nicht verwunderlich, wo doch alles an ihr, ausser der roten Samenhülle, giftig ist.

Eiben – einst lebende, nachwachsende Waffen

Die Eibe (Taxus baccata) ist wahrhaft in vielerlei Beziehung ein eigenartiger und zugleich einzigartiger Baum. Einst galt er sogar als nachwachsendes Waffenlager.

Ich widme der Eibe heute dieses Portrait, da man nun zwischen ihrem dunkelgrün glänzenden Nadelkleid wieder ihre roten «Beeren» entdecken kann. «Baccata» steht für «beerentragend». Jedenfalls auf weiblichen Bäumen, denn die Eibe ist zweihäusig.