Roter und Schwarzer Holunder – Unterschiede beim Austrieb

So sieht der Austrieb zur Zeit beim Roten Holunder (Sambucus racemosa) aus. Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) treibt zwar ungefähr zur selben Zeit aus, unterscheidet sich dabei jedoch deutlich von seiner «roten Schwester».

Jetzt, Mitte März, sehen die ersten Triebe vom Schwarzen Holunder (S. nigra) so aus. Sie erscheinen in etwa zur selben Zeit, wie die des Roten Holunders (S. racemosa), manchmal etwas später.

Im Unterschied zum Roten Holunder, sind die ersten Blattriebe des Schwarzen Holunders grün und nicht so stark rot überlaufen, und vor allem sieht man noch lange keine Blütenansätze. Beim Roten Holunder hingegen erscheinen die ersten Blütenansätze gleichzeitig mit dem ersten Blattaustrieb.

Dieses Bild zeigt, wie bereits anfangs April der Rote Holunder seine aufrechtstehenden Blüten entwickelt hat. Genauso wie später die rot leuchtenden Früchte, sind beim Roten Holunder die Blüten traubenförmig angeordnet (und nicht tellerartig wie beim Schwarzen Holunder). Deshalb nennt man ihn auch Traubenholunder. Eine weitere Bezeichnung ist Hirschholunder, da der Rote Holunder oft in Berglagen anzutreffen ist, dort, wo auch der Hirsch beheimatet ist.

Dieses Bild stammt vom 25. Mai und zeigt, wie spät im Vergleich zum Roten Holunder, der hier abgebildete Schwarze Holunder seine Blüten entwickelt hat.

Auch wenn ich zur Beerenreife nochmals darauf zurückkommen werde, dies vorweg: Die Beeren von beiden, Rotem und Schwarzem Holunder, sind nur gekocht geniessbar. UND: Beim Roten Holunder kommt hinzu, dass zudem auch die Kerne entfernt werden müssen (durch die Flotte Lotte/Passevite streichen, oder entsaften).

Anfangs April sind hier beim Roten Holunder bereits Fruchtansätze sichtbar. Auch hier sind noch immer einzelne Blätter leicht rot überlaufen.

In der Galerie findet ihr zum Vergleichen noch weitere Bilder von Rotem und Schwarzem Holunder.

Zur Zeit blühen übrigens auch die Misteln, darüber werde ich als Nächstes schreiben. Nicht immer bekommt man ja die Gelegenheit, deren Blüten von nah zu betrachten, da sie sich meist in unerreichbarer Höhe befinden.

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