S’isch Ziit zum Guetzlibache

Während es draussen seit dem frühen Morgen unaufhörlich schneit, hole ich das alte Rezeptbüechli meiner Grossmutter hervor und mache mich an’s Guetzle (Kekse backen).

Dieses Büchlein stammt noch aus den 70-er Jahren (evt. sogar 60-er) und mein liebstes Rezept ist jenes für die Mailänderli, noch mit richtig viel Butter. Ich finde auf den Winter hin darf man ruhig ein paar zusätzliche Gramm auf den Rippen haben.

Vielleicht möchtet ihr das Rezept ja mal ausprobieren? Viel Freude beim Backen und Geniessen.

Anleitung für die Beinwell-/Walwurzsalbe

Ich habe dem Beinwell, auch Wallwurz (Symphytum officinalis) genannt, bereits einige Seiten in meinem Natur-Tagebuch gewidmet.

An dieser Stelle möchte ich euch eine Anleitung dazu geben, wie ihr aus den Wurzeln dieser wunderbaren Heilpflanze eine Salbe herstellen könnt.

Der Zeitpunkt für die Ernte der dazu benötigen Wurzeln liegt entweder im zeitigen Frühjahr, wenn die Kräfte noch in der Wurzel sind, oder aber im Spätherbst, wenn sie von den oberflächlichen Pflanzenteilen wieder in die Wurzel zurückgekehrt sind. Ich persönlich ernte immer Ende Oktober, im abnehmenden und absteigenden Mond.

Rezept für Schlehenlikör und – Mus

Nachdem ich den Schlehdorn (auch Schwarzdorn) im Natur-Blog heute in all seinen Facetten vorgestellt habe, hier also nun wie versprochen das Rezept für Schlehenlikör und – Mus.

Wichtig: Unbedingt einen Frost abwarten, bis man mit der Ernte der reifen Beeren beginnt. Wer nicht so lange warten möchte, legt die reifen Beeren für ein bis zwei Tage ins Gefrierfach und «simuliert» so den Frost. «Bschisse» gilt in diesem Fall.

Vor der Verarbeitung wascht ihr die Beeren und lässt sie vorerst im Backofen für einen noch besseren Geschmack etwas antrocknen.

Ich liebe Bärte! Rot, braun schwarz…

Landauf landab sieht man sie jetzt wieder: Die Maisbärte. Ihr Haar wird wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe heute als Superfood angepriesen. Kein Wunder, gilt es doch in seinen Ursprungsländern bereits seit Jahrtausenden als traditionelles Heilmittel.

Delikater Ketchup-Ersatz: Pflaumen-Chutney

Mmmmh! Wie ich sie liebe, meine Blutpflaumen (Prunus cerasifera ‹Trailblazer’/’Hollywood›). Mit dieser winterharten, von Schädlingen nur selten geplagten, grossfruchtigen Pflaume lässt sich ein delikates Pflaumen-Chutney herstellen. Manchmal verwende ich dazu auch Zwetschgen oder Mirabellen.

Das süss-scharfe Chutney ist ein hervorragender Ketchup-Ersatz und lässt sich einfach herstellen.

Spitzwegerich-Tinktur: Das Beste bei Insektenstichen

Ganz einfach, ohne gross für Zutaten herumrennen zu müssen, könnt ihr eine äusserst effektive Tinktur zur Behandlung von Insektenstichen herstellen.

Träufelt davon etwas auf die Einstichstelle oder betupft sie mit einem vollgesogenen Wattepad und Juckreiz und Schmerzen gehen weg.

Aprikosenmarmelade mit «Schuss»

Bald ist wieder Aprikosen-Zeit und ich verrate euch heute mein absolutes Lieblings-Marmeladenrezept: Aprikosenkonfitüre mit «Schuss»

Nicht übermässig süss, dafür voll fruchtigem Geschmack und einer wunderbaren Farbe.

Mein Rezept gilt für ca. 13 Gläser à 240 ml Inhalt. Natürlich könnt ihr die Mengen auch halbieren.

Das Besondere an dieser Marmelade ist neben dem Orangenlikör auch der Gelierzucker 2:1, der es mir ermöglicht, auf 1 Kilogramm Früchte nur 500g Gelierzucker zu verwenden. Zudem ist er vegan, ohne jegliche tierischen Zusatzstoffe.

Ich kaufe 2.200 Kilogramm Aprikosen, entsteint benötige ich danach 2 Kilogramm, den Rest esse ich gleich beim Einkochen.

Was ihr benötigt: 2.200 Kilogramm vollreife Aprikosen, 10 Esslöffel Orangenlikör, etwas Orangenschalenabrieb und 2 x 500g Gelierzucker 2:1 (erhältlich in der Schweiz von Aarberg)

Zuerst entsteint ihr die Aprikosen. 2 Kilogramm davon schneidet ihr danach in kleine Stücke, den Rest dürft ihr gleich essen. Nun gebt zu den entsteinten Aprikosen den Orangenlikör, Orangenschalenabrieb und den Gelierzucker. Alles gut vermischen und mindestens 1 Stunde gedeckt ziehen lassen.

Jetzt püriere ich das Ganze mit dem Pürierstab bis keine grösseren Schalenfetzen mehr zu sehen sind. Ich persönlich würde es schade finden, die Schalen zu entfernen, wo sie doch ebenfalls wertvolle Inhaltsstoffe haben und nach dem Pürieren sowieso nicht mehr stören.

Nach dem Pürieren kann mit dem Einkochen begonnen werden: Aufkochen gemäss der Anleitung auf dem Gelierzucker. In der Regel 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann die Gelierprobe machen: Ein bisschen Marmelade auf ein Tellerchen geben, dieses vor das Fenster stellen und nach kurzer Zeit vertikal halten. Sobald die Konfitüre nicht mehr nach unten rinnt, sofort in die vorbereiteten Gläser abfüllen.

Für den Orangenschalenabrieb verwende ich übrigens die kleinen Päckchen von Dr. Oetker. Die erhält man mit Zitronen- oder Orangenschalenabrieb (Denner).

Zeit für Holunderblütensirup

Heute stelle ich mit euch einen Holunderblütensirup her. Es gibt im Internet unzählige Rezepte, die Zutaten bleiben sich immer gleich, die Mengen jedoch könnt ihr mit der Zeit nach eurem eigenen Geschmack anpassen. Mein Grundrezept habe ich von SwissMilk, es ergibt ca. 1,5 Liter.

Mit diesem feinen Wildblütensirup lassen sich Süssspeisen verfeinern, das Trendgetränk Hugo zubereiten, oder aber man verwendet ihn ganz einfach als herrlich erfrischenden Sirup.

Die fein duftenden Dolden schneidet ihr bei trockenem Wetter (für dieses Rezept ca. 10 – 12 Stück). Bitte nicht waschen, sondern einfach gut abschütteln und danach auf ein weisses Tuch legen. Spätestens nach einem halben Tag sollten dann auch noch die letzten Bewohner herausgekrabbelt sein.

Bärlauch: Haltbarmachen und Rezepte

Im Natur-Blog findet ihr viel Interessantes über die wertvollen Inhaltsstoffe des Bärlauchs. Hier erfährt ihr, wie ihr die heilkräftige, würzige Wildpflanze aufbewahren und in der Küche verwenden könnt.

Das Gänseblümchen – die «Ewig Schöne»

Ein englisches Sprichwort lautet: «Wenn man mit einem Fuss gleichzeitig auf 7 Gänseblümchen stehen kann, ist der Frühling da».

Diesem Bild von heute zufolge wäre dann der Frühling definitiv angekommen.