Ameisensackkäfer und ihre Turnübungen mit den Eiern

Er sieht zwar farblich aus wie ein Marienkäfer, ist aber keiner. Im Gegensatz zum rundlichen Marienkäfer, ist der Ameisensackkäfer (Clytra laeviuscula), den ich euch heute vorstelle, walzenförmig.

Just als ich am Wäsche aufhängen war, begegnete ich diesem auffälligen, rot-schwarzen, glänzenden Käfer zum ersten Mal.

Er sass auf dem Wäschedraht und begann seltsame Turnübungen zu machen, streckte das Hinterteil in die Höhe und begann etwas mit den Hinterbeinen am Körperende zu «bearbeiten». Was ich zu diesem seltsamen Verhalten herausgefunden habe, fand ich sehr interessant.

Tauben-Skabiose – und die Unterschiede zur Acker-Witwenblume

Zuverlässig blüht an dieser Stelle im sonnigen Wiesenhang alljährlich die Skabiose, genauer gesagt die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria).

Die mehrjährige, reichverzweigte Staude mit ihren lilafarbigen Blüten ist eine hervorragende Insektenweide.

Es gibt zwei wirklich gute Merkmale, anhand derer ihr die Tauben-Skabiose von der sehr ähnlich aussehenden Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) unterscheiden könnt.

Der Wald im Juni

Heute nehme ich euch mit auf einen Rundgang in den Wald im Juni. Da habe ich zum Beispiel bereits erste reifende, rote Beeren am Roten Holunder (Bild/Sambucus racemosa) entdeckt oder ein wunderschönes blühendes Fuchs‘ Knabenkraut am Wegrand.

Dann finden mich auch immer allerhand schöne Dinge, die ich dann entweder einfach vor Ort bestaune, oder mit nach Hause nehme, um ihnen dort ein schönes Plätzchen zu bieten.

Viel Freude beim Betrachten der Bilder – sie sind alle beschriftet – und einen guten Start in die neue Woche,

Gaby Kistler

Das Geheimnis meiner alten Pfingstrose

Dieses Bild zeigt die Blüte einer meiner alten Pfingstrosenstöcke (Paeonia), gepflanzt hat sie noch mein Grossvater zu Beginn der 60-er Jahre. Eine blüht weinrot und die anderen weiss mit einigen wenigen roten Sprenkeln, wie die Abgebildete. Sie duften ungemein fein, sodass ich beim Vorübergehen jedes Mal sachte mein Gesicht in die grossen Blüten eintauchen muss.

Diese Blumen, die auch Päonien genannt werden, zählen zu den einzigen im Garten, bei denen ich mich auch auf ihr Verblühen freue. Der Grund dafür ist etwas einmalig Schönes, das die abgefallenen Blütenblätter zum Vorschein bringen.

Der Stahlblaue Grillenjäger – häufiger Gast in Nisthilfen

Er ist beeindruckend gross, mit schwarzem Körper, je nach Lichteinfall auffällig blauschimmernden Flügeln und einer ausgeprägten, wortwörtlichen «Wespentaille». Die verrät es: Der Stahlblaue Grillenjäger (Isodontia mexicana) ist eine Wespe und zwar aus der Familie der Langstielgrabwespen (Sphecidae).

Wer ein Insektenhotel hat, aus dessen Röhrchen welke Grasblätter heraushängen, hat mit ziemlicher Sicherheit einen Stahlblauen Grillenjäger zu Gast.

Roter Fingerhut – König der Waldlichtung

Kürzlich lernte ich in meiner Gemeinde eine Pflanze kennen, die dafür bekannt ist, durch Holz- oder Sturmwindschlag entstandene Lichtungen im Wald als erste wieder zu besiedeln: Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea).

Die Wildpflanze ist von grosser ökologischer Bedeutung, wenn es um ihre Funktion als Pionierpflanze geht. Der Rote Fingerhut bereitet als solche den Boden für nachfolgende Pflanzen vor, bewahrt brache Hanglagen mit ihren tiefen Wurzeln vor Erosionen und fördert die Biodiversität, indem er zahlreiche Insekten anzieht und in der Folge auch ihre Fressfeinde wie Vögel, Reptilien, Nagetiere und andere Insekten. Aber Achtung: Die Pflanze ist in allen Teilen sehr giftig.

Türkenbund – prächtigste aller Lilien

Man kann es kaum glauben, dass uns mit der Türkenbund-Lilie (Lilium martagon) in der Natur eine Wildpflanze begegnet. Sie zählt mit Abstand zu den prächtigsten, in Europa heimischen Wildblumen.

Die Spitzen der langen Blütenhüllblätter sind so stark zurückgebogen, dass sie am Stiel aufeinander treffen und somit der grossen Blüte die Form eines (türkischen) Turbans verleihen.

Garten-Laubkäfer oder Japankäfer?

Dieses Bild zeigt den Garten-Laubkäfer (Phyllopertha horticola) der jetzt wieder unterwegs ist. Ihn ereilt ein hartes Schicksal, denn ein eingewanderter Verwandter aus derselben Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) der ihm sehr ähnlich sieht, verursacht grosse Probleme: Der Japankäfer (Popillia japonica). So wird wohl leider mancher Garten-Laubkäfer aus Unwissen dran glauben müssen.

Dabei gibt es ein gutes Merkmal, anhand dessen man die beiden Käfer, den heimischen Garten-Laubkäfer und den nicht heimischen, eingewanderten Japankäfer, voneinander unterscheiden kann.

Gartenimpressionen von anfangs Juni

Heute nehme ich euch wieder einmal mit auf einen sonntäglichen Spaziergang im Garten.

Dieser besteht aus einem bunten Mix aus Magerwiesen mit einer reichen Vielfalt an Wildpflanzen, alten Obstbäumen, heimischen Bäumen und Sträuchern, dem Gemüsegarten und einem Blumenmix von gezüchteten Pflanzen sowie vielen heimischen Wildpflanzen. Totholz und Steinhaufen bieten Lebensraum und Unterschlupf für allerlei Getier.

Und wie man auf diesem Bild sehen kann: Auch ein naturnaher Garten bereitet viel Arbeit – die ich liebe – da bleibt einem kaum Zeit um lange rumzusitzen, so, dass Sitzbänke auch mal einwachsen.

Bienenkäfer – am Hinterteil könnt ihr sie unterscheiden

Es ist anfangs Juni und die bunten Bienenkäfer erfreuen uns wieder mit ihrer Anwesenheit.

In Mitteleuropa gibt es vier Arten von Bienenkäfern (Trichodes) von denen zwei in meiner Region des Schweizer Mittellandes häufig vorkommen: Der Gemeine Bienenkäfer T. apiarius und der Zottige Bienenkäfer T. alvearius. Mittlerweile weiss ich, wie ich die beiden anhand eines einfachen Merkmals unterscheiden kann, dazu reicht ein kurzer Blick auf’s Hinterteil.