Die Spinne die auf Wespe macht

Ich hoffe euch nicht allzu sehr mit dem Bild dieses wunderschönen Wespenspinnen-Weibchens zu erschrecken.

Nur die Weibchen haben diese auffällig schöne Zeichnung die an eine Wespe erinnert. Die Männchen sind kleiner und unauffällig, zudem leben sie gefährlich.

Der Natternkopf – ein Insektenmagnet erster Güte

Er ist Bestandteil vieler Wildblumensamen im Handel und erobert in den letzten Jahren naturnahe Gärten: Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare).

Die heimische Wildpflanze ist ein hervorragender Nektarlieferant für zahlreiche Insekten und Schmetterlinge und zudem eine Augenweide mit seinen speziellen Blüten. Sie wechseln die Farbe von rosa, lila, zu hell- bis dunkelblau.

«Silbermänteli» – «Hochadelige Schwester» des Gewöhnlichen Frauenmantels

Als vornehme, hochadelige Schwester des Gewöhnlichen Frauenmantels, hat der berühmte Kräuterpfarrer J. Künzle die alpine Form des Frauenmantels einst beschrieben:

Der Alpen-Frauenmantel (Alchemilla alpina) oder eben auch «Silbermänteli», gedeiht in höheren Lagen und ist noch heilkräftiger als sein Verwandter aus dem Unterland.

Wenn die Weinbergschnecken im Sommer den Deckel dicht machen

Hurrah! Es hat geregnet und sogar tüchtig geregnet! Ich bin ja so dankbar!

Auch die Schnecken haben schon lange auf den Regen gewartet und sind wieder unterwegs, jung und alt und die Jungen wie immer etwas schneller als die Alten…

Übrigens: Weinbergschnecken (Helix pomatia) kennen nicht nur die Winterruhe, sondern auch eine Trockenstarre/-ruhe im Sommer.

Wenn es ihnen zu trocken wird, ziehen sie sich in ihr Gehäuse zurück und decken die Schalenmündung mit Schleim ab. Dieser Schleim trocknet dann an der Luft bald einmal ab und bildet eine weisse Membran (Diaphragma) welche nun die Schnecke im Innern vor der Austrocknung schützt. Sobald es regnet und die Trockenphase vorbei ist, kommen sie wieder aus ihrem Häuschen hervor.

Da kann man einfach nur immer wieder staunen, wie perfekt doch die Natur alles eingerichtet hat.

«Ghupft wia gesprunga»

Nein, nicht alles was grün ist und im Grase umherhüpft ist eine Heuschrecke, oder auf Mundart «Heugümper». Dies ist zum Beispiel eine Punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima).

Sie sieht recht bedrohlich aus, mit ihrem nach oben gerichteten «Säbel» am Hinterteil, doch keine Angst, dieser ist nicht zum Stechen gedacht.

Die Knotige Braunwurz – eine «Heimlifeisse»

Die Knotige Braunwurz (Scrophularia ndosa) ist unscheinbar in ihrer Erscheinung, trotzdem ist sie eine «Heimlifeisse», wie wir Schweizer zu sagen pflegen, was soviel heisst wie «sie hat es faustdick hinter den Ohren», auch wenn man ihr dies auf den ersten Blick nicht zutrauen würde.

Blick hinter das Gartentor 07-22

Bereits haben wir wieder anfangs Juli, Zeit für einen kleinen Gartenrundgang. Wie alle Jahre, findet man bei uns im Garten einen wilden Mix aus Wildpflanzen und kultivierten Pflanzen, grossmehrheitlich Einheimischem und auch einigen Pflanzen, die erst nach 1492 bei uns heimisch geworden sind.

Kuckucksspucke – Schaum der Zikaden

Hol’s der Kuckuck, was ist denn das für Schaum? Sieht ja aus als hätte da jemand seine Spucke hinterlassen? Den fand ich gestern beim Gras schneiden.

Dahinter stecken die Wiesenschaumzikaden (Philaenus spumaris). Ihr Artname Spumarius ist auf das Lateinische Spuma = Schaum zurückzuführen. Mit Sicherheit seid ihr ihnen schon mal begegnet, diesen weltmeisterlichen Springern.

Der Grosse Schillerfalter – ein schillernder Star

Was für ein Geschenk zur heutigen Sommersonnwende: Ich konnte das erste Mal einen Grossen Schillerfalter (Apatura iris) beobachten.

Es ist ein Männchen, denn nur sie haben diesen irisierenden Farbeffekt auf den Flügeln: Je nach Blickwinkel erscheinen sie schwarz oder im schillerndsten Blau. Das verdankt er winzigen Luftkammern in seinen Schuppen, die dem Weibchen fehlen, dafür sind diese grösser.

Der unbekannte Verwandte des Schwarzen Holunders

Er kommt viel seltener vor, als sein schwarzer Verwandter und viele kennen ihn deshalb gar nicht, den Roten Holunder (Sambucus racemosa). In einigen Regionen kenn man das dekorative einheimische Gehölz auch als Trauben-, Hirsch- oder Berg-Holunder.

Es gibt einiges, das ihn vom Schwarzen Holunder unterscheidet, nicht nur die Farbe der Beeren.