Mit den Nüssen kommt der Eichelhäher

Bei uns sind sie scheu, die Eichelhäher (Garrulus glandarius), selbst wenn sie jetzt wieder in Hausnähe kommen und unter dem Laub unseres Nussbaums und den Haseln nach verbliebenen Nüssen suchen. Sie sind stets wachsam, kaum nehmen sie mich – mit der Kamera «bewaffnet» – hinter dem Fenster wahr, sind sie im Nu weg.

Eichelhäher gelten als «Gehilfen» der Förster, denn ihre im Herbst vergrabenen Vorräte (Bucheckern, Eicheln) treiben im Frühling an geeigneten Standorten munter aus. Somit tragen die Eichelhäher zur Naturverjüngung der Wälder bei.

Man kann ihn kaum verwechseln, den rötlichbraunen Vogel mit dem auffälligen, blau-weiss-schwarz gebänderten Federfeld.

Dieses gelungene Bild stellte mir der Fotograf Edi Angelelli freundlicherweise zur Verfügung.

Der auffällige, farbenprächtige Vogel, hat aber noch einen anderen Ruf, nämlich den als Wächter des Waldes:

Da möchte man ein Rehwild beobachten, schleicht auf leisen Sohlen daher, stets darauf bedacht, auf kein knackendes Ästchen zu treten, da geht die «Alarmanlage» auch schon los: Der Eichelhäher «verpfeift» unsere Anwesenheit sogleich lauthals mit seinem lauten Rätschen, einem «rräh rräh«. Nun blickt das zuvor noch ruhig äsende Wild erschreckt auf und weiss, dass es auf der Hut sein muss. Und nicht nur das Rehwild weiss jetzt Bescheid, es wurden auch gleich alle übrigen Waldbewohner gewarnt. – Übrigens heisst es im Buch «Natura Magna – Welt der Vögel», der Eichelhäher kopiere in seinen Rufen öfters den Bussard.

Wer Eichelhäher sehen möchte, dem empfehle ich, sich in diesen Tagen auf abgeernteten Maisfeldern umzuschauen. Dort kann ich zur Zeit viele von ihnen beobachten, wie sie liegengebliebene Kolben verköstigen.

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