Kohlenbeeren – klein und schwarz wie Kohle

Schon so lange habe ich nach ihnen gesucht, denn ich wollte euch endlich den Unterschied zu dem bereits portraitierten Kohlen-Kugelpilz (Daldinia concentrica) aufzeigen. Dann habe ich sie endlich auf einem modernden Aststück gefunden:

Die Kohlenbeeren (Jackrogersella).

Sie sind um einiges kleiner als der Kohlen-Kugelpilz.

Der Kohlen-Kugelpilz ist mit 2-5 cm deutlich grösser, als die hier gezeigten Kohlenbeeren (2-6 Millimeter!). Bei den Kohlenbeeren, die ich gefunden habe, handelt es sich um die Zusammengedrängte (oder «Zusammengefügte») Kohlenbeere (Jackrogersella cohaerens). Ihre runden Fruchtkörper wachsen gedrängt nebeneinander und fliessen oft auch ineinander.

In der Bildergalerie zeige ich euch die beiden zum vergleichen nebeneinander.

Kohlenbeeren weisen winzige, stumpf-warzige Mündungen auf, ihr Fleisch ist schwärzlich.

Als Folgezersetzer findet man sie ganzjährig auf totem Laubholz (vornehmlich abgestorbenes Buchenholz). Der Hinweis, dass diese Pilze, Kohlenbeere sowie Kohlen-Kugelpilz, nicht geniessbar sind, erübrigt sich wohl.

Übrigens habe ich diese Kohlenbeeren just dann gefunden, als ich nicht auf der Suche nach ihnen, sondern nach etwas ganz Anderem war. Genau SO ist es doch im Leben. So lange wir krampfhaft, verbissen nach etwas suchen, finden wir es nicht. Dann aber, wenn wir losgelassen haben, finden wir es ohne grosse Anstrengung. Es findet uns und nicht umgekehrt.

Soviel «Naturtagebuch-Philosophie» für heute – jetzt heisst es für mich Zimtsterne backen. – Es folgen noch wie vorgängig versprochen einige Vergleichsbilder der beiden Pilzarten. Das beste Unterscheidungsmerkmal ist mit Sicherheit ganz einfach die unterschiedliche Grösse.

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