Hirtentäschel – begehrt, nicht nur beim Hühnervolk

Das Hirtentäschel (Capsella) – von den einen als lästiges Unkraut betitelt, von grossen Kräuterkundigen als altbewährte Heilpflanze gelobt und in China sogar als Gemüsepflanze kultiviert.

Das Hirtentäschel (Capsella), gut erkennbar an seinen umgekehrt herzförmigen, dreieckigen Schötchen, die sich aus den befruchteten Blüten entwickeln.

Der Volksmund hat auch für dieses Kräutlein viele Namen gefunden: Herzkraut, Säcklichrut, oder Schneiderbeutel, Täschelkraut, Seckelkraut, Blutkraut, Herzelkraut und viele mehr.

Man findet es fast das ganze Jahr über blühend an Wegrändern, in Äckern, Wiesen und auf Schuttplätzen. Das Hirtentäschel hat eine lange «Karriere» als Heilpflanze hinter sich:

Bereits im 16. Jhdt. galt die Wildpflanze als wirksames Mittel zum Blutstillen. Auch die grosse österreichische Kräuterkundige Maria Treben fand in ihren Büchern für diese «hochwertige Heilpflanze, die allgemein als lästiges Unkraut empfunden wird» nur lobende Worte.

Die vielseitig «begabte» Pflanze kann auch als Wildgemüse verwendet werden: Im Frühjahr können seine jungen Blätter als Salatbestandteil verwendet werden, oder zusammen mit Brennnessel, Brombeerblättern und Erdbeerblättern auch als Gemüse. Die jungen, zarten Blätter seien verdauungsfördernd und reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

In China werde das Hirtentäschel übrigens schon lange als Gemüsepflanze kultiviert.

Für die Hühnerhalter unter euch: Gemäss Maria Treben habe das Hühnervolk für die Täschel eine besondere Vorliebe.

Wer mehr über die Heilwirkung dieser vielseitigen Pflanze erfahren möchte, wird unter anderem hier fündig: https://www.servus.com/a/n/hirtentaeschel-ein-klassiker-in-der-frauenheilkunde

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