
Auf den Blüten des Strahlen-Breitsamens (Orlaya grandiflora). finde ich jedes Jahr neue, mir unbekannte Insekten, die ich zuerst mal bestimmen lassen muss. Heuer war es dieser hübsche Goldstaub-Laubkäfer (Hoplia argentea syn. Hoplia farinosa).
Es gibt Blumen, auf denen stets tierisch was los ist. Wann immer man bei ihnen vorbeischaut, entdeckt man etwas, was darauf krabbelt oder flattert.
Dazu zählen vor allem Doldenblütler. Sie sind bei Bienen aller Art, Käfern und Schmetterlingen sehr begehrt.
Auch der Strahlen-Breitsame ist ein Insektenmagnet erster Güte und hat kürzlich diesen hübschen Kerl angezogen.


Die ca. 10 Millimeter grosse Blatthornkäferart ist mit grünlichen, gelblichen oder braunen Schuppen besetzt die in der Lage sind – wie bei Schmetterlingen – Interferenzfarben zu erzeugen: «Die schillernde Farbe…. kommt durch eine mehrschichtige Struktur zustande. Parallele Schichten aus Chitin (wie beim Schmetterling Papilio palinurus) erzeugen konstruktive Interferenz und lassen den Käfer in den auffallenden Strukturfarben erstrahlen.» (SimplyScience)
Während der Goldstaub-Laubkäfer sich von Pollen ernährt, tun sich seine Larven an Wurzeln gütlich.
Die Goldstaub-Laubkäfervorkommen beschränken sich in Deutschland auf die Alpen, das Alpenvorland, den Bayerischen Wald, die Schwäbische Alb und den Schwarzwald. Ich nehme mal an, dass er auch bei uns in der Schweiz eher in den Voralpen und Alpen vorkommt.
Mir gefällt diese interessante Farbkombination von Flügeldecken und Unterseite ungemein gut. Chic.
