Fuchsien: Lieferant feiner Wildfrüchte

Sicher konntet ihr schon mal diese dunkelvioletten, eiförmigen Früchte an den Fuchsen beobachten.

Habt ihr gewusst, dass man sie essen kann, ja, dass sie in einigen Ländern sogar zu Kuchen und Konfitüre verarbeitet werden und auf Märkten zu kaufen sind?

Seit meiner Kindheit wachsen bei uns am Treppenaufgang diese Freilandfuchsien (Fuchsia magellanica gracilis / winterhart) und die Stöcke dürften mittlerweile über 50 Jahre alt sein. Erst seit kurzer Zeit jedoch weiss ich, dass man die violetten, länglichen Samen der Fuchsien essen kann («Pflanzenfreund»-Ausgabe Juli/August 2019)

Wenn die Blüten nämlich von Insekten bestäubt werden – und von denen hat es immer sehr zahlreiche während der Blüte – entwickeln sich dunkelviolette, eiförmige Früchte. Man kann sie roh geniessen, wobei sie am besten schmecken, wenn sie so richtig reif sind, weich und saftig. Ihr Aroma erinnert ein wenig an Kirschen. Selbst die Blüten kann man als essbare Dekoration auf Speisen verwenden. Je nach Sorten kann der Geschmack ein wenig variieren. Die Engländer verarbeiten die Fuchsienfrüchte zu Konfitüre, oder in Muffins und Kuchen. In einigen Ländern Südamerikas kann man sie sogar auf den Märkten kaufen.

Mit den Fuchsien verbindet mich noch eine Kindheitserinnerung: Auf ihren Stauden konnte ich öfters die beeindruckend grosse Raupe des Mittleren Weinschwärmers entdecken. Sie sind häufig auf Fuchsien anzutreffen.

Unsere Freilandfuchsien haben eine ausserordentlich lange Blühzeit von Juli bis zu den ersten Frösten. In ganz heissen und trockenen Sommern kann es auch vorkommen, dass sie mal eine Blühpause einlegen, um danach nochmals so richtig aufzudrehen. Sie sollten an einer warmen Lage tief gepflanzt werden, denn je früher der Austrieb im Frühjahr erfolgt, desto länger blühen sie.

In den ersten Jahren empfiehlt es sich den neu gepflanzten Fuchsien während der Wintermonate eine wärmende Mulchschicht (Laub, Kompost) zu gönnen.

Damit die Fuchsienstöcke schön buschig bleiben, sollten sie erst im Frühjahr vor dem Austrieb zurückgeschnitten werden und zwar bis auf den Boden hinab.

Die dekorative Staude wird ca. 100 cm hoch und ebenso breit.

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