Farbtupfer im Februar: Purpurstieliges Hornzahnmoos

Vor drei Jahren, es war Ende Januar, entdeckte ich das Purpurstielige Hornzahnmoos (Ceratodon purpureus) das erste Mal in meinem Garten. Es war kaum zu übersehen, denn die tiefstehende Abendsonne brachte es richtiggehend zum Leuchten.

Verantwortlich für den Namenszusatz sind die gelblich-roten Kapselstiele, die sich zu einem intensiven Purpurrot verfärben. Auf ihnen sitzen die Kapseln, in denen sich die Sporen befinden. Ihre Hauptreifezeit beginnt schon bald, nämlich im Frühling.

Als Standort suchte sich die Laubmoosart einen vor sich hin modernden, alten Telegraphenmasten aus. Letztes Jahr hat eine Nachtkerze drin Platz genommen, doch das Moos hat sich unterdessen auch an anderen Orten verbreitet. Sehr zu meiner Freude, denn ich finde seine Farben wunderschön. Gerade im Winter ist uns doch jeder Farbtupfer in der Natur hochwillkommen.

Die auch als Purpurstilzchen bezeichnete Laubmoosart kommt weltweit vor und ist nicht wählerisch was den Untergrund angeht: Sie gedeiht auf Gestein (Bild), Holz, Erde und Sand. Luftverschmutzung oder Giftstoffe machen ihr nicht allzu sehr zu schaffen.

Übrigens: Das Purpurstielige Hornzahnmoos hat Liebhaberinnen, die es wortwörtlich zum Fressen gern haben, die Dornschrecken aus der Gattung Tetrix.

Mit diesem Bild von heute Morgen, acht Uhr, wünsche ich euch von Herzen einen schönen Tag. Es zeigt eine Wolkenfront im Westen, die von der im Osten aufgegangenen Sonne zum Leuchten gebracht wurde.

Der heutige, sonnige Tag wird weitere Schneeresten zum Schmelzen bringen und bald schon können wir erste Spitzen von Schneeglöckchen entdecken.

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