
Wie immer im Februar, flattern in meinem Garten, sobald die Temperaturen das erste Mal 10° überschreiten, auch schon vereinzelte Schmetterlinge umher.
Nach einem Winter, der mal wieder richtig kalt war, durften wir gestern zum ersten Mal ein paar warme Sonnenstunden geniessen. Prompt bekamen meine frisch gepflanzten Winterlinge bereits Besuch von einem Admiral.
Admirale zählen eigentlich zu den Wanderfaltern, die uns im Winter verlassen und die kalten Monate im Süden verbringen. Doch wie bei einigen Zugvogelarten, kann man auch bei den Wanderfaltern feststellen, dass immer häufiger einige von ihnen die zunehmend milder werdenden Winter bei uns verbringen.
Wie die anderen Schmetterlinge, die als erwachsenes Insekt in unseren Regionen überwintern (Kleiner Fuchs, Zitronenfalter und Tagpfauenauge/Bild), suchen sie im Herbst geeignete Winterquartiere auf und wählen dabei oft menschliche Gebäude: Dachstühle, Scheunen, Garagen, Keller, Vorrats- und Abstellkammern. Ab Februar/März erwachen die ersten aus der Winterstarre und es ist daher wichtig, dass wir in diesen Räumen eine Öffnung schaffen, die nach draussen führt, so, dass sie den Weg ins Freie und damit auch (überlebens-)wichtige erste Nahrung finden.


Gerade für diese «Frühaufsteher» – und auch erste Hummelköniginnen, die ich gestern bereits vereinzelt umherfliegen sah und Schwebfliegen – ist es wichtig, dass genug Frühblüher vorhanden sind. In meinem Garten erwartet sie ein reich gedeckter Tisch: blühende Weidekätzchen (Salix) und Kornelkirschenblüten (Cornus mas), Huflattich, jede Menge Buschwindröschen, Schneeglöckchen, Anemonen, Blausterne, Krokusse, Traubenhyazinthen. und vieles mehr.
Und seit gestern auch Winterlinge (Eranthis), die ich frisch gepflanzt habe. Kaum stellte ich die Töpfchen nach dem Einkauf ins Freie, wurden sie auch schon von zahlreichen Insekten besucht, nicht nur vom Adrmiral, sondern auch von verschiedenen Schwebfliegenarten. Kein Wunder, denn die honiggelben Blüten verströmten einen unglaublich starken, feinen Duft nach Honig. Kommt hinzu, dass gelbe Blüten sowieso immer ein Insektenmagnet sind.


Heute sinken die Temperaturen wieder und es ist Schnee bis in tiefe Lagen angesagt, das wird der Natur nochmals einen Dämpfer verpassen und sie zurückhalten. Das ist gut so, ich sehe es nicht gern, wenn es zu früh zu warm wird. Die Vegetation wird dann dazu verleitet, zu früh auszutreiben und wie wir alle wissen, kann es noch bis Ende April Fröste geben.
Also, haltet die Schneeschaufel bereit – aber in der anderen Hand bereits hoffnungsfroh das erste Samentütchen.
Bild: Kleiner Fuchs