Erdsterne – was für faszinierende Pilze

Diese Erdsterne (Gerastrum) wachsen bei mir entlang der Wand des Gartenschuppens, wo es trocken und warm, die Erde feinkrümelig und sandig ist.

Zuvor wuchsen die Pilze seit vielen Jahren entlang der Hausmauer, stets in Gemeinschaft mit den Ameisenlöwen. Sie bevorzugen dieselben Standorte.

Auf diesem Bild könnt ihr gleich hinter dem Erdstern einige Trichterfallen des Ameisenlöwen erkennen, ein Insekt, das ich hier bereits mehrmals vorgestellt habe. Sie beide mögen es warm und trocken, sandig und feinkrümelig, Orte, an denen sie möglichst wenig durch unsere Eingriffe gestört werden.

Sind die Erdsterne reif, so reicht ein Tropfen der ihnen auf den Kopf fällt und der Scheitel platzt auf. Genau wie bei den Stäublingen und Bovisten, entweicht dann das schwärzliche Sporenpulver durch die Öffnung und sorgt für ihre Vermehrung.

Wie bereits erwähnt, wuchsen sie früher jahrelang in grosser Anzahl entlang unserer Hausmauer. Dann platzte dort im Winter eine alte Abwasserleitung und sämtliche Erde musste mit dem Bagger abgetragen werden. Oje, was wird nun mit meinen Erdsternen? Ich befüllte einige Eimer mit der obersten Erdschicht, auf der sie jeweils gewachsen sind und transportierte diese zum Gartenschuppen. Dort entleerte ich die sandige Erde, von der ich hoffte, dass sie Sporen der Erdsterne enthielt, entlang der sonnigen, trockenen Südwand. Prompt hat mein «Umzug» geklappt und sie wachsen nun am neuen Ort. Sogar die Ameisenlöwen buddeln jetzt dort ihre Kraterfallen und bilden wiederum eine schöne Gemeinschaft mit diesen faszinierenden Pilzen.

Es gibt weltweit rund 60 Erdsternarten, davon etwa zwei Dutzend verschiedene in Europa.

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