
Da sitzen die zwei nun wieder ganz friedlich nebeneinander: Die Rabenkrähe und der Rotmilan. Sie beobachten interessiert das Treiben der Menschen auf dem Wanderweg.
So ein friedliches Beisammensein ist erst jetzt wieder möglich.
In meiner Mittagspause konnte ich gestern dieses illustre Paar auf dem benachbarten Hochstammbirnbaum beobachten:
Eine Rabenkrähe (Corvus corone corone) und einen Rotmilan, auch bekannt als Gabelweihe oder Königsweihe (Milvus milvus).
Die Brutzeit ist vorbei und nun kann man durchaus wieder friedlich nebeneinander sitzen. Vorbei ist die Zeit, wo sich die beiden heftige Luftkämpfe geliefert haben. Jetzt müssen keine Reviere, kein Nachwuchs mehr verteidigt werden. Und das Nahrungsangebot ist im Herbst üppig, gibt also genug für alle.
Diese Bilder liefern euch einen guten Grössenvergleich. Die Rabenkrähe, eine nahe Verwandte der Nebelkrähe (Corvus corone cornix), weist eine Flügelspannweite von 95 bis 100 cm auf, der Rotmilan stolze 145 bis 155 cm. Immerhin ist ja der Rotmilan bei uns in der Schweiz nach Bartgeier und Steinadler der grösste heimische Greifvogel.
Schliesslich hatte der Rotmilan einen interessanteren Ort entdeckt und ist davongeflogen.
Leider sind die Bilder etwas dunkel, da zur Zeit der Aufnahmen die Sonne gefehlt hat.


