Die Königskerzen und die drei Mönche

Die Königskerzen und die 3 Mönche: Der Königskerzen-Mönch, der Graubestäubte (Späte) Wollkrautmönch und der Braunwurz-Mönch.

Wie kürzlich anlässlich meines Königskerzen-Portraits versprochen, stelle ich euch heute Raupen vor, die auf der Königskerze beobachtet werden können. Sie sehen sich sehr ähnlich:

  1. Der Königskerzen-Mönch (Shargacucullia verbasci), auch bekannt als Brauner Mönch. Einige ähnliche Arten aus der Vielzahl der „Braunen Mönche“ lassen sich nur sehr schwer voneinander unterscheiden. Das schaffen oft nur Spezialisten, anhand der Geschlechtsmerkmale.- Die Falter zählen mit einer Flügelspannweite von 48 – 56 Millimetern zu den grösseren Mönchseulenarten. Der Schmetterling (Nachtfalter) zählt zur Familie der Eulenfalter.

2. Den Graubestäubten Wollkrautmönch (Shargacucullia lychnitis), der auch als Später Königskerzen-Mönch bezeichnet wird, kann man eigentlich durch sein späteres Auftreten bestimmen: Seine Raupen schlüpfen einige Wochen später im Jahr, als die des verwandten, «gewöhnlichen» Königskerzen-Mönchs.

Die Eiablage erfolgt bevorzugt auf der Mehligen Königskerze (Verbascum lychnitis), der Hinweis darauf findet sich im lateinischen Namen. Aber meine abgebildeten Graubestäubten Wollkrautmönche habe ich auf Schwarzen Königskerzen (Verbascum nigrum) fotografiert. Auch hier gilt: Keine Regel ohne Ausnahme.

3. Der Braunwurz-Mönch (Shargacucullia scrophulariae). Ihn kann ich im Garten tatsächlich öfters auf der Knotigen Braunwurz beobachten. Als Frasspflanzen werden weitere Braunwurzarten sowie die Kleinblütige und die Mehlige Königskerze erwähnt.

Der Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter erreicht ebenfalls eine beeindruckende Flügelspannweite von etwa 45 Millimetern. Zudem fällt er durch seinen ausgeprägten «Haarschopf» am Kopf auf.

Auf diesem Bild seht ihr frisch geschlüpfte Raupen eines Königskerzen-Mönchs in den flauschig wolligen Blättern einer Königskerze. Manchmal werden die Blattrosetten dermassen stark von den Raupen malträtiert, dass die Pflanzen gar nicht mehr zur Blüte kommen.

Wie so oft, legen die Falter ihre Eier auf die späteren Frasspflanzen der Raupen, so auch in diesem Fall.

Übrigens: Vielleicht fällt es euch bei eigenen Recherchen auf, dass die Gattungszugehörigkeit dieser Raupen variiert, je nach Quelle werden sie der Gattung Cuculli zugeordnet, oder aber der Shargacucullia. So findet man bei gewissen Quellen die hier abgebildeten Shargacucullia lychnitis manchmal der Gattung Cuculli zugewiesen.

Anscheinend werden in der modernen Entomologie all jene Arten, die sich auf Königskerzen oder Braunwurz spezialisiert haben, meistens der Gattung Shargacucullia zugeordnet. Die restlichen Falter jedoch werden traditionell unter Cucullia geführt.

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