Der Natternkopf –

Er ist Bestandteil vieler Wildblumensamen im Handel und erobert in den letzten Jahren naturnahe Gärten: Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare).

Die heimische Wildpflanze ist ein hervorragender Nektarlieferant für zahlreiche Insekten und Schmetterlinge und zudem eine Augenweide mit seinen speziellen Blüten. Sie wechseln die Farbe von rosa, lila, zu hell- bis dunkelblau.

Entdeckt hatte ich den Natternkopf, der im Volksmund auch Blauer Heinrich, Starrer Hansl, oder Stolzer Heinrich genannt wird, vor ein paar Jahren in einem Naturschutzgebiet. Später fand er durch eine Beutelchen Wildblumensamen den Weg in meinen Garten.

Ich glaube keine andere so gute Insektenweide zu haben, wie den Natternkopf, von frühmorgens bis spät abends herrscht da ein unglaublich reger Verkehr und ein lautes Summen und Brummen von unzähligen Insekten. Aber auch Schmetterlinge sind auf ihm anzutreffen.

Blauschwarze Holzbiene, Maskenbiene, Beulen-Biene, Dreizahn-Stängelbiene, Schwarze Mörtelbiene, Malven-Dickkopffalter, Baumweissling, Distelfalter, Schwalbenschwanz und Nachtfalter wie der Mittlere Weinschwärmer und viele andere kann man auf dem Natternkopf beobachten. Es heisst, bis zu 40 Schmetterlingsarten wurden bereits auf ihm gesichtet.

Noch ein Wort zu seinem Namen: Die aus dem Griechischen stammende botanische Bezeichnung ‹Echium› ist auf das Wort ‹echis› zurückzuführen. Dieses bedeutet so viel ‹Natter›. Diese Namensgebung wiederum leitet sich vielleicht daher ab, dass die Samen einem Natternkopf ähneln.

Der zu den Rauhblattgewächsen zählende Natternkopf wird bis zu 1 Meter hoch. Man findet ihn auf lückigen Trockenrasen, entlang von Wegrändern, auf Dämmen, steinigen Fluren und an sandigen Standorten.

Auch im Garten ist er anspruchslos, absolut schneckensicher und winterhart. Nur etwas möchte er haben: Sonne, möglichst viel Sonne. Er hält es nämlich auch sehr heiss und trocken aus, benötigt kein zusätzliches Wasser.

Der Natternkopf vermehrt sich bestens ohne unser Zutun und das sehr fleissig. Man braucht ihn dazu nur versamen zu lassen.

Im ersten Jahr bildet der Natternkopf solche Blattrosetten aus und im Folgejahr kommt er dann zur Blüte. Wer ihn in Schranken halten will, der sticht einfach diese Blattrosetten aus, wo sie nicht erwünscht sind. An den Blättern, wie auch entlang des Stängels, befinden sich feine «Borsten».

Für den Garten gibt es übrigens auch zahlreiche Varianten, weiss blühende, oder einen Verwandten aus dem Osten, der rotblühende Russische Natternkopf (Echium russicum).

Der Russische Natternkopf steht der Beliebtheit bei den Insekten dem einheimischen Verwandten in nichts nach. Sie lieben die wunderbar weinroten Blütenkerzen. Seine Heimat liegt, wie es der Name bereits verrät, im Osten Europas, der Türkei und eben hauptsächlich Russland. Leider hat sich bei mir diese äusserst winterharte Staude trotz allen Bemühungen nicht vermehrt.

Nun lade ich euch noch ein, den nachfolgenden Bilderreigen zu geniessen. Vielleicht konnte ich euch ein wenig «gluschtig» machen, auf den Natternkopf.

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