
Speisepilze die im Winter gedeihen?
Aber klar gibt es die, und ich werde euch einige von ihnen während der nächsten zwei Monate vorstellen. Da wäre einmal der
Austernseitling (Pleurotus ostreatus).
Man findet diesen essbaren, guten Speisepilz bereits gegen Ende November bis März, hauptsächlich auf totem Laubholz.
Ich kannte bei uns im Wald eine Stelle, wo Totholz gelagert worden ist. Darauf wuchsen zuverlässig jedes Jahr ab etwa 20stem November ganze Kolonien von Austernseitlingen. Ihr findet davon ein Bild am Schluss des Beitrags. Diese Speisepilze wachsen oft in grosser Anzahl muschelförmig übereinander. Damit erinnern sie im Aussehen tatsächlich an Austernbänke (Name).
Der Austernseitling ist sehr variabel gefärbt, von Graulila über Cremefarben bis Violettbraun und noch dunkler. Er besitzt Lamellen, die bis zum Stielansatz herablaufen. Das weisse, faserige Fleisch des jungen Pilzes ist weich und zart, später jedoch zäh; sein Geruch sehr würzig.


Der Speisepilz begegnet uns nicht nur mit unterschiedlichen Hutfarben, auch beim Stiel sorgt er für Abwechslung: Er kann gänzlich fehlen – wie man auf diesem Bild erkennen kann – oder aber er ist sehr kurz und dick, meist seitlich am Hut sitzend.
Als beliebter Kulturpilz ist der Austernseitling in der Lage auf Stroh, Kaffeesatz, Weizenkörnern und anderen Substraten zu gedeihen. Im Handel ist er unter der Bezeichnung Austernpilz, Pleurotus oder Kalbfleischpilz erhältlich. Ich persönlich habe ihn noch nie verspiesen, wie ihr wisst, bevorzuge ich Pilze als Fotosujets. Vielleicht aber habt ihr bereits welche gegessen?
Nachfolgend noch ein Bild von «meinen» Totholzstämmen, auf denen ich Winter für Winter Austernseitlinge gefunden habe.


Quelle Informationen: Kosmos Waldführer (E-M.- und W. Dreyer) und «Welcher Pilz ist das?» Markus Flück (Kosmos)
Liebe Gabi, den probiere ich, fals ich ihn finde. Ich glaube, der wächst in «meinem» Wald.
Liebe Grüsse