
Dieses Bild zeigt die Blüte einer meiner alten Pfingstrosenstöcke (Paeonia), gepflanzt hat sie noch mein Grossvater zu Beginn der 60-er Jahre. Eine blüht weinrot und die anderen weiss mit einigen wenigen roten Sprenkeln, wie die Abgebildete. Sie duften ungemein fein, sodass ich beim Vorübergehen jedes Mal sachte mein Gesicht in die grossen Blüten eintauchen muss.
Diese Blumen, die auch Päonien genannt werden, zählen zu den einzigen im Garten, bei denen ich mich auch auf ihr Verblühen freue. Der Grund dafür ist etwas einmalig Schönes, das die abgefallenen Blütenblätter zum Vorschein bringen.
Und wenn ich euch jetzt nur dieses Bild zeigen würde, wüsstet ihr, um was es sich handelt?
Es zeigt wieder einmal welch grandiose Kunst die Natur doch hervorbringt, hier anhand des Blütenbodens einer verblühten Pfingstrose. In der Mitte befinden sich die Früchte respektive Samenkapseln, die sich noch weiter entwickeln werden.


Ich kann diese Naturkunst einzig und allein an diesen alten Pfingstrosensorten entdecken, von denen im Garten mehre weissblühende und zwei rotblühende Exemplare wachsen. Bei beiden kommen diese prächtigen Kunstwerke zum Vorschein, nachdem die abgefallenen Blütenblätter sie freigegeben haben. Bei den Strauchpfingstrosen kann ich nichts Ähnliches entdecken.
Hier sind die mittigen Samenkapseln bereits etwas stärker entwickelt und das Kunstwerk legt sich wie ein edler Kragen um sie.
Mir erscheinen diese einmalig schönen Blütenböden der alten Pfingstrosensorte wie ein geheimnisvolles, magisches Siegel der Natur.
Ich wünsche euch allen einen erholsamen Sonntag,
Gaby Kistler




einfach nur wunderschön, wie ein orientalisches Gewand!