
Dieses Bild stammt von heute Morgen, es zeigt in einer Mauerritze blühenden Kriechenden Günsel (Ajuga reptans) neben dem Grün von Seifenkraut.
Je nach Laune der Natur, können die Blütentürmchen dunkel- oder hellblau, dunkel- oder hellrosa, oder sogar weiss sein.
Der Kriechende Günsel zählt zu den Lippenblütengewächsen und hat einen ährenartigen Blütenstand mit nahezu ganzrandigen Blättern. Die ausdauernde Pflanze zählt zu den essbaren Wildgemüsen (junge Blätter), enthält jedoch viele Bitterstoffe. Man kann ihn aber in warmem Wasser entbittern, dann schmeckt er chicoréeartig. Der Kriechende Günsel wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd und ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen.
Die Blüten eignen sich als Zutat für Tees, außerdem können sie für Tinkturen verwendet werden.


Bei mir überzieht der hübsche Günsel im Frühling die Beete wo er wunderschöne Blütenteppiche bildet. Je nach Laune der Natur können sie unterschiedliche Farben aufweisen: Verschiedene Blau- und Altrosa-Schattierungen von hell bis dunkel und – eher selten – sogar auch manchmal weiss. Diese Variationen gibt es sogar an ein und demselben Standort, wie ihr auf diesem Bild sehen könnt.
Die Blütenstände des Kriechenden Günsels können ganz schön hoch in den Himmel wachsen, bis zu 30 cm! Sie sind bei Insekten sehr beliebt, vor allem bei langrüsseligen Hummeln die ich sehr oft auf den Blüten beobachten kann. Aber auch Schmetterlinge und Schwebfliegen sind auf den hübschen Blüten anzutreffen. Im oberen Teil der Pflanze sind die Blätter im Frühling oft rötlich überlaufen. Ihr findet davon Bilder in der Galerie am Schluss des Beitrags.
Hier geht es zu einem Video, das ich zum Unterscheiden von Kriechendem Günsel und Gundermann/Gundelrebe gemacht habe: https://www.youtube.com/shorts/tsKbLHmp93I


Für den Kriechenden Günsel existieren sehr viele Trivialnamen, Bezeichnungen, die der Volksmund für ihn gefunden hat. Hier eine Auswahl aus Wikipedia: Bilibluama (St. Gallen), Bimu (mittelhochdeutsch), Blawellen (Zillertagl bei Fügen, Buggeln (Bern), Consel (mittelhochdeutsch), gülden Günsel , blauer Gukguk (altmark, Schlesien), Güldengünsel, Guntzel, Gutzegagel, Hundzung, Kriechgünsel, Lorenzkraut (Schlesien), Melcherdözen (Salzburger Alpen), Melcherstötzen, Riesli (Toggenburg), Wundkrut, Zapfenkraut (Schlesien)








