Bise, etwas Schnee und Tierspuren

Die Bise, ein «aus Norden, Nordosten oder Osten wehender, schneidend kalter, trockener und aufhellender Wind» hat eingesetzt und lässt uns die Temperaturen noch kälter anfühlen, als sie es in Wirklichkeit sind.

Obwohl es nur wenig Schnee gegeben hat, lassen sich darauf doch bereits Wildtierspuren entdecken.

Wie zum Beispiel die hier abgebildeten Trittsiegel von Eichhörnchen. Sie bewegen sich am Boden ausschliesslich hüpfend und so sieht man stets dieselben Trittmuster, bei denen die Abdrücke der Hinterfüsse vor jenen der Vorderpfoten liegen. Letztere sind 3 bis 4 cm lang, 2 cm breit, mit vier weit auseinander gespreizten Zehen. Die Hinterpfoten sind 5 cm lang, 3 cm breit, mit drei gleich langen Mittelzehen und je einer viel kürzeren Aussen- und Innenzehe.

Die langen Krallen, die den Eichhörnchen als Kletterhilfe dienen, sind an den Zehen in der Spur deutlich erkennbar.

Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern lediglich eine Winterruhe, die sie während der Aktivitätsphase von 1 – 2 Stunden dazu nutzen, sich zu ihren Wintervorratsdepots zu begeben und Nahrung zu sich zu nehmen. Sie waren ja den ganzen Sommer/Herbst über damit beschäftigt, diese Vorratskammern mit Leckereien zu füllen.

Ich konnte sie oft bei uns beobachten, wie sie Haselnüsse im Garten gesammelt und diese eingebuddelt haben. Einmal wurde ein Eichhörnchen dabei ganz interessiert von einem Raben beobachtet. Kaum war das Eichhörnchen wieder auf dem Haselstrauch, kam dieser herbeigewatschelt und wollte sich bei den versteckten Nüssen bedienen, doch der hatte die Rechnung ohne das wehrhafte Eichhörnchen gemacht. Dieses kam, als es sah, was da passierte, wie ein Pfeil vom Strauch herabgeflitzt und veranstaltete unmittelbar vor dem Raben ein lautes Mordiogezeter, dass dieser ganz verdutzt das Weite suchte. Das war eine sehr schöne Beobachtung, die ich da vom Haus aus machen konnte, die ich nie vergessen werde.

Ich wünsche euch noch einen erholsamen, schönen Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche,

Gaby Kistler

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