Bienenkäfer – am Hinterteil könnt ihr sie unterscheiden

Es ist anfangs Juni und die bunten Bienenkäfer erfreuen uns wieder mit ihrer Anwesenheit.

In Mitteleuropa gibt es vier Arten von Bienenkäfern (Trichodes) von denen zwei in meiner Region des Schweizer Mittellandes häufig vorkommen: Der Gemeine Bienenkäfer T. apiarius und der Zottige Bienenkäfer T. alvearius. Mittlerweile weiss ich, wie ich die beiden anhand eines einfachen Merkmals unterscheiden kann, dazu reicht ein kurzer Blick auf’s Hinterteil.

Dieses Bild zeigt einen Zottigen Bienenkäfer (T. alvearius) auf einer weissen Spornblume. Sein Flügelende ist rot, beim Gemeinen Bienenkäfer hingegen ist das Ende der Flügeldecken dunkel. Insgesamt erscheint der Zottige Bienenkäfer etwas schmaler als der Gemeine Bienenkäfer.

Beide Arten aus der Familie der Buntkäfer werden auch als Immenkäfer oder Bienenkäfer bezeichnet. Die ebenfalls vorkommende Benennung als Bienenwolf ist jedoch etwas unglücklich, da sie zu Verwirrungen führen kann: Diesen Namen trägt ein anderes Insekt, der «richtige» Bienenwolf (Philanthus triangulum), aus der Familie der Grabwespen.

Hier zum Vergleich noch das Bild des Gemeinen Bienenkäfers (T. apiarius) dessen Enden der Flügeldecken deutlich dunkel gefärbt sind. Die Länge der beiden Käferarten ist in etwa dieselbe, ca. 8 – 17 Millimeter.

Die Bezeichnung Bienenkäfer bezieht sich auf die parasitäre Lebensweise. Ihre Larven leben «räuberisch in den Nestern verschiedener, solitär lebender Wildbienen.» Wobei sie selten in den Bienenstöcken von Honigbienen gefunden werden. Die Nahrung der Larven besteht aus Puppen, Maden und toten Bienen.

Was den Ablageort der Eier und die Nahrungswahl betrifft, so ist der Zottige Bienenkäfer um einiges weniger spezialisiert als der Gemeine Bienenkäfer.

Hier seht ihr den Zottigen Bienenkäfer im Anflug auf das Seifenkraut (ich liiiiebe dieses Bild!), gut sichtbar: Der rot leuchtende Hinterleib, der unter den Flügeldecken zum Vorschein kommt. Es handelt sich dabei um eine zusätzliche Warnfarbe die beim Fliegen zum Vorschein kommt. So ist es jedenfalls beim Zottigen Bienenkäfer beschrieben, und ich gehe mal davon aus, dass diese Färbung auch beim Gemeinen Bienenkäfer vorhanden ist.

«Der Gattungsname Trichōdes ist von altgriechisch τριχώδης trichōdes, deutsch ‚haarig‘ abgeleitet». Schaut ihr euch die Bienenkäfer genau an, so entdeckt ihr die vielen Härchen.

Ob Gemeiner Bienenkäfer – wie auf diesem Bild – oder Zottiger Bienenkäfer, ich freue mich immer, wenn ich einen von beiden auf Blüten beobachten kann. Vor allem jetzt, von Juni bis Juli, kann man sie besonders oft auf Dolden- und Korbblütlern entdecken.

Einerseits ernähren sie sich dabei von Pollen oder aber sie erbeuten kleinere Insekten die das Pech haben, sich zur selben Zeit auf den Blüten zu befinden. Wie bereits erwähnt, ist der Zottige Bienenkäfer viel weniger wählerisch, was die Nahrung betrifft. Da sein Nahrungsspektrum breit ist, wird er als polyphag bezeichnet. Ganz im Gegensatz zu anderen Insekten, die auf einige wenige Pflanzen spezialisiert sind.

Quellen: Heute habe ich mein Informationsmaterial für diesen Beitrag mal ausnahmsweise ausschliesslich von Wikipedia bezogen.

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