Bestimmungshilfe für Jungpflanzen in Garten und Natur

Jetzt, gegen Ende Februar, ist die Zeit, in der wir bereits neugierig einen ersten Rundgang durch den Garten unternehmen und uns da und dort vielleicht fragen: «Was wächst denn da?»

In den letzten 38 Jahren Gärtnern habe ich da so meine Erfahrungen machen können und kenne unterdessen die meisten meiner «Pappenheimer» im Garten. Von allen Pflanzen, die ich – oder Fachpersonen – mit Sicherheit bestimmen konnten, habe ich Bilder für euch als Bestimmungshilfe gemacht und entsprechend beschriftet. Im Wesentlichen handelt es sich um Gartenbegleitkräuter wie der nebenan abgebildete Giersch (Aegopodium podagraria), aber auch um Jungpflanzen in Wäldern.

Wie immer fehlt bei den Beschriftungen der botanische Namen nicht. Er soll Klarheit schaffen, hat der Volksmund doch oft für viele verschiedene Pflanzen ein und dieselbe Bezeichnung gefunden (Butterblume zum Beispiel). Das sorgt dann häufig für Verwirrung.

In der Galerie findet ihr wie erwähnt vorallem «Gjät» (Jät), also Gartenbegleitkräuter, die nicht selten auch als gesunde Rohkost verwendbar sind (junge Blätter vom Giersch). Ich zeige euch aber auch kultivierte Jungpflanzen und mitunter auch mal junge Waldpflanzen. Nebenan seht ihr das Behaarte Schaumkraut (Cardamine hirsuta)

Auch das Erdbeer-Fingerkraut (Potentilla sterilis) ist häufig in und neben Beeten zu finden. Es ähnelt auf den ersten Blick der Wald-Erdbeere. Sie lassen sich an der Grösse der Blütenblätter unterscheiden. Beim Erdbeer-Fingerkraut sind diese nicht nur kleiner, sondern sie überlappen sich nicht, wie bei der Wald-Erdbeere.

Über den Unterschied von Bärlauch, Aronstab und Maiglöckchen habe ich bereits in einem separaten Beitrag geschrieben: https://natur-tagebuch.ch/vom-baerlauch-und-den-unterschieden-zu-aronstab-maigloeckchen-und-herbstzeitlosen/

Pflanzen, bei denen ich mich bei der Bestimmung nicht 100% sicher war, liess ich durch Fachpersonen bestimmen. Es sollten also keine Zweifel bei der Bestimmung bestehen.

Nun wünsche ich euch viel Freude auf euren Entdeckungstouren durch die Natur, es gibt ja insbesondere im Frühling so viel zu entdecken.

  1. Liebe Frau Kistler
    Vielen Dank für den wie immer sehr interessanten Bericht, diesmal ist er besonders hilfreich. Vielleicht mögen Sie einmal über den lästigen roten Horn-Sauerklee berichten (Oxalis corniculata?), der sich bei mir (und auch bei Bekannten) im Garten mehr und mehr breit macht und sich kaum bremsen lässt. Ärgerlich ist er, wenn er sich in Polsterpflanzen, zwischen Lilien und Stauden und in Fugen ausbreitet und man ihn kaum jäten kann. Auch abbrennen nützt wenig.
    Kompliment für Ihre vielen inspirierenden Informationen, wie zB. über die w/m Hasel, über das Haareis etc.
    Viele Grüsse Christine Schneider, Hütten

    1. Bitte. Ich wäre Mitte der Achtziger froh um so was gewesen, als ich die Pflanzen noch nicht kannte und mit dem Gärtnern begann. Fehlen natürlich sehr viele Pflanzen, ihr Vorkommen ist ja auch regional sehr unterschiedlich.

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