Begegnung am Auffahrtstag mit der Ringelnatter

Was für ein Glück! Heute lag ich beim Fotografieren mal wieder bäuchlings am Boden, als ich im Augenwinkel eine Bewegung wahrgenommen hatte: Eine Ringelnatter züngelte kaum zwei Meter neben mir und sonnte sich am Waldrand.

Letztes Jahr, etwa um dieselbe Zeit im Mai, konnte ich in unserem Garten eine Barren-Ringelnatter (Natrix natrix helvetica) beobachten. Auch hier handelt es sich wiederum um eine solche, sie kommt in der ganzen Schweiz vor, mit Ausnahme des äussersten Nordostens.

Auf den ersten Blick kann man so eine Ringelnatter, gut getarnt auf dem Untergrund, auch schnell mal übersehen, wenn sie unbeweglich daliegt. Das Einzige, was sich an der heute gesichteten Schlange bewegt hat, war die ständig züngelnde Zunge.

Dieses schlangentypische «Züngeln» hilft der Schlange, die taub ist, jedoch gut sehen kann, Gerüche wahrzunehmen. Dank der tief gespaltenen Form der Zunge kann die Ringelnatter sogar ein dreidimensionales «Duftbild» ihrer Umgebung erhalten.

Ich war schon erstaunt, wie lange diese Barren-Ringelnatter es heute zugelassen hat, dass ich sie aus nächster Nähe – kaum mehr als 10 cm – fotografieren durfte. Meine Begleitung war sehr erstaunt darob, auch, dass ich ihr gegenüber keine Angst zeigte, obwohl sie ständig vor meinem Gesicht «züngelte». Doch die wäre unbegründet, Ringelnattern sind völlig harmlos und ungiftig.

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