Beeindruckend: Das Grüne Heupferd

Vorhin sah ich auf dem Scheibenwischers eines Autos dieses beeindruckend grosse, weibliche Exemplar des Grossen Grünen Heupferds (Tettigonia viridissima).

Die bis zu 4 cm lange, laubgrüne Heuschrecke ist erkennbar an ihrem sattelförmigen Halsschild mit bräunlichem Mittelstrich; die Weibchen zudem an ihrem schwertförmigen Legebohrer am Hinterleib.

Vor ein paar Jahren waren wir bei uns im Dorf abends zum Grillieren eingeladen. Wir wurden während des Essens vom zirpenden Gesang eines Männchens begleitet. Weil dieser Gesang so schön ist wurden die armen deswegen einst sogar in Käfigen gehalten.

Etwas später landete die Heuschrecke plötzlich auf meinem nackten Oberarm. Puuuh, da habe ich schon mal kurz den Atem angehalten, das Grosse Grüne Heupferd ist ja wie eingangs erwähnt von beachtlicher Grösse. Aber bevor ich mit ihm zum Gebüsch laufen konnte, war es auch schon davongeflogen. Die grösste der heimischen Heuschrecken kann nämlich dank seiner gut entwickelten Flügeln sehr gut fliegen und im Flug kleine wie auch grössere Strecken zurücklegen.

Als «Gemischtköstler» ernährt sich das Grosse Grüne Heupferd zwar auch von verschiedenen krautigen Pflanzen, überwiegend jedoch von kleinen Insekten.

Übrigens: Auch wenn insbesondere das Weibchen mit seinem langen, einem Dorn ähnelnden langen Legebohrer den eint‘ oder anderen Angst einzujagen vermag, so sind doch diese riesigen Hüpfer harmlos, sie stechen nicht und beissen nicht. Sie werden als Grosses Grünes Heupferd, Grosses Heupferd, Grünes Heupferd oder Grüne Laubheuschrecke bezeichnet.

Ein Kommentar bei: “Beeindruckend: Das Grüne Heupferd

  1. Zum Heupferd kann ich aus gestriger Erfahrung sagen, dass es doch beissen kann! Im lauen Lüftchen flog es bei 28 Grad durch meine geöffnete Balkontür und landete auf dem Orientteppich. Meine Freude war groß, zumal es im Gegenlicht fliegend wie ein nie gesehender Schmetterling wirkte. Nach einigen Anläufen kletterte das Heupferd-Männchen in meine Handfläche. Beim raustragen auf den Balkon spürte ich ein Kneifen im Finger und erschrack etwas. Sofort bot ich dem Heupferd eine lange Wiesenblume im Topf an, die es gerne bestieg. Bis zum Abend kletterte es hoch und frass und verweilte an der Pflanze. Am nächsten Morgen war es dann weg. Ich habe ein paar schöne Aufnahmen machen können und bin noch immer erfreut von dem imposanten Besuch.

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