Anleitung Ringelblumensalbe

Hier das Rezept meiner beliebten Ringelblumensalbe, das ich gerne mit euch Teile.

Zutaten

  • Ringelblumen-Blüten, gepflückt an einem sonnigen Tag um die Mittagszeit (am besten Mitte August)
  • Ein pflanzliches Öl nach eurer Wahl (Mandel-, Sonnen-, Oliven-, Jojoba-Öl, etc.)
  • gereinigtes, wenn möglich ungebleichtes Bienenwachs (am besten in Flockenform) Für 50ml fertiges Ringelblumenöl benötigt ihr 8 Gramm Bienenwachs.
  • Thermometer, quecksilberfrei, -10° bis + 110°
  • Hitzebeständiges Becherglas
  • Glasrührstab
  • Je nach Bedarf eventuell ein naturreines, ätherisches Duftöl
  • Tiegel (Salbendosen nach Wahl)

Das ist alles was ihr zur Herstellung benötigt. Die Utensilien findet ihr beispielsweise in folgenden Shops: www.interwega.ch oder www.dreiangel.ch

Verarbeitung

Das Wichtigste sind die biologisch gewachsenen Ringelblumen, fern von Strassen oder Hundespazierwegen. Bevor ich die gepflückten Blüten in das Öl gebe, lege ich sie für ca. einen halben Tag an einem schattigen Ort auf einem weissen Tuch aus. Auf diese Weise suchen eventuell vorhandene Kleinstinsekten das Weite.

Die angewelkten und von Insekten befreiten Blütenköpfe gebe ich zum Öl in die Pfanne. Beim Erwärmen achte ich jetzt sehr darauf, dass die Temperatur nie über 65° steigt. Wenn wir die Blüten nämlich «frittieren», werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört. Aus diesem Grund lasse ich die Pfanne nie aus den Augen und arbeite stets mit diesem Thermometer. Der Temperatur-Stab eignet sich gleichzeitig auch zum sanften Rühren.

Drei Tage in Folge erwärme ich nun das Ganze täglich einmal für kurze Zeit und lasse es ziehen.

Nach drei Tagen ist das Ringelblumenöl fertig und ich siebe es ab. Danach lasse ich das Öl noch zusätzlich durch einen Kaffeefilter laufen um auch ganz sicher zu gehen, dass es «sauber» ist. Dies ist insbesondere wichtig, weil ich die Salbe später auch auf versehrte Hautstellen auftrage. Eine strenge Einhaltung der Hygiene ist sowieso das A und O : Alle zur Herstellung verwendeten Gerätschaften sollten mit mindestens 70%-igem Alkohol desinfiziert oder abgekocht werden.

Das sauber gefilterte Ringelblumenöl gebe ich nun in ein hitzebeständiges Becherglas wie auf dem Bild und stelle dieses in ein Wasserbad.

Nun muss natürlich auch noch der Konsistenzgeber dazu, das gereinigte, ungebleichte Bienenwachs: Auf 50 ml Öl sind dies 8 Gramm. Während das Wachs langsam schmilzt, überwache ich mit dem Thermometer die Temperatur. Die sollte auch hier keinesfalls die 65° übersteigen.

Sobald alles Wachs geschmolzen ist, fülle ich das Öl in die zuvor mit 70%-igem Reinigungsbenzin ausgeriebenen Tiegel und füge (wenn gewünscht) pro 50 ml – Dose noch 2 bis 3 Tropfen naturreines, ätherisches Duftöl hinzu. Jetzt heisst es mit dem Glasrührstab rühren, rühren…. bis die Salbe die Konsistenz einer Mayonnaise hat. Das ist für mich immer ein meditativer Vorgang, umgeben von feinstem Bienenwachsduft und dauert in der Regel ca. 15 bis 20 Minuten. Das ständige Rühren während dem Festwerden der Masse ist sehr wichtig, da die Salbe sonst steinhart und äusserst mühsam in der späteren Anwendung wird. So und jetzt müssen sie nur noch ganz erkalten, bevor sie verschlossen und mit schönen Etiketten versehen werden können. Solche kleinen Döschen sind auch immer wunderbare Geschenke.

Unbedingt gut auskühlen lassen vor dem Verschliessen.

    1. Liebe Angi. Es heisst eine Handvoll Ringelblumenblütenblätter auf 100 ml Öl. Ich verwende einfach so viele Blüten (ganze), dass sie gerade noch mit Öl bedeckt werden können. Da würde ich nicht geizen 😉 Die einen verwenden die ganzen Blütenköpfe, wie ich, andere nur die Blütenblätter. Wünsche gutes Gelingen! Herzliche Grüsse, Gaby

  1. Danke fürs Teilen des Salbenrezeptes. nun bi ich aber etwas verunsichert… ich habe bis jetzt die Blüten ins Oel eingelegt und einige Tage ziehen lassen. sollte man dies eher nicht tun? Merci für einen Tipp.

    1. Entschuldige, liebe Marie Emma, hatte Probleme auf meiner Homepage mit den Kommentaren, daher erst jetzt meine Antwort: Natürlich kannst du die Blüten auch einige Tage in’s Öl einlegen, ich mache ja dasselbe. Nur, dass ich das Öl mit den Blüten jeweils täglich einmal auf höchstens 60° erwärme. Mit dem Blüten ansetzen in Öl über längere Zeit, um auf diese Weise Ringelblumenöl zu gewinnen, habe ich persönlich schlechte Erfahrungen gemacht. Obwohl ich die Blüten vor dem Einlegen anwelken liess, damit die Restfeuchtigkeit entweichen kann und ich das Glas nie luftdicht verschlossen hatte, bildete sich Schimmel. Deshalb stelle ich die Ringelbumensalbe immer auf die im Beitrag gezeigte Art zu. Herzliche Grüsse, Gaby

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