Von der Kraft der Natur – ein persönlicher Tagebucheintrag

Dieser Platz, unweit von meinem Daheim, war schon immer mein Lieblingsplatz. Hier spazierte ich bereits an Grossvaters Hand als Kind vorbei, auf der Suche nach Pilzen und als ich anfangs Zwanzig war, baute ich mir – nach der Rückkehr aus der Grossstadt – hier einen Unterschlupf. Von da aus konnte ich wunderbar das Wild beobachten.

Heute wird der Ausblick etwas von Strommasten getrübt, früher aber konnte man sich Jahrhunderte zurück wähnen, nichts deutete auf die Zivilisation hin.

Bettlaub- Buchenlaubsäcke als Vorgänger unserer Matratzen

Soeben ging eine lange Föhnphase zu Ende, die uns Temperaturen bis über 20° gebracht hat. Solche späten Föhnphasen Ende Oktober, anfangs November, waren einst die ideale Zeit für das «Lauben», dann wurden die Bettsäcke neu befüllt. Sie waren die Vorgänger der Matratzen. Auch Decken und Unterlagen für das Kopfkissen, sogenannte «Chröser», wurden mit Buchenlaub befüllt. Vielleicht stammt ja von da der mundartliche Satz «es Chrösi mache».

Die Tage des Laubens gaben Anlass zu einem Fest und zur Freude, doch sie waren streng reglementiert.

Rezept für ein Baumnussparfait

Schon ist sie wieder vorbei, die Zeit der Walnussernte und die vor den Häusern zum Trocknen ausgelegten Baumnüsse sind verschwunden. Gut gelagert warten sie nun darauf, bis sie geknackt und in der Küche gebraucht werden.

Eine Möglichkeit wäre dabei, sie für ein köstliches, stets von allen Gästen gelobtes, Baumnussparfait zu verwenden.

Hier folgt mein erprobtes und für sehr gut befundenes Rezept, welches ich im Internet gefunden habe (von Katrin Kissling).

Zutatenliste:

  • 100g Zucker
  • 80 g Baumnüsse, grob gehackt
  • 2 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 1 EL Cognac
  • 3 dl Rahm, steif geschlagen

Ein Backpapier auf der Arbeitsfläche bereitlegen. 4 – 6 kleine Portionenförmchen bereitstellen oder eine Cakeform mit Klarsichtfolie auslegen und bereitstellen.

Für meine Parfaits verwende ich immer die abgebildeten Förmchen, die haben sich als sehr praktisch erwiesen.

Zucker (100g) in eine trockene Pfanne geben und bei mittlerer Hitze sorgfältig karamellisieren. Baumnüsse zugeben und mit einer Kelle kurz wenden. Die karamellisierten Baumnüsse nun auf dem Backpapier verteilen und auskühlen lassen. Die Nüsse danach mit dem Wallholz zerkleinern und in einem Schälchen bereitstellen.

Eigelb und Zucker (50g) in eine Schüssel geben. Mit dem Handrührwerk rühren, bis die Masse hell und crèmeartig ist. Cognac und karamellisierte Baumnüsse zugeben und noch kurz weiter schlagen. Schlagrahm zugeben und sorgfältig unterziehen. Die Masse in die Portionenförmchen oder Cakeform verteilen. Im Tiefkühler vor der Verwendung mindestens 4 Stunden gefrieren lassen.

Tipp: Wird das Parfait ein oder mehrere Tage im Voraus zubereitet, dieses eine halbe Stunde vor dem Anrichten aus dem Tiefkühler nehmen und im Kühlschrank aufbewahren bis zur Verwendung.

Dann kommt das Parfait auf die Desserteller und kann nach Belieben noch dekoriert werden. Ich verwende dabei «vergoldetes» Schokokrokant, das an Goldnuggets erinnert, auf Wunsch etwas Schlagrahm und natürlich eine Baumnusshälfte.

Dieses Dessert ist bei unseren Gästen sehr beliebt. Es sind die karamellisierten Baumnüsse, die es ausmachen. Sie verleihen ihm den köstlichen Geschmack.

Als Gastgeberin schätze ich es, dass ich dieses Dessert problemlos ein paar Tage im Voraus zubereiten kann.

Beinwelltinktur – so einfach geht das

Manchmal bleiben beim Herstellen der Beinwellsalbe noch Wurzeln übrig, aus denen gibt’s dann bei mir eine Tinktur.

Die Herstellung einer Beinwelltinktur ist ganz einfach, man benötigt dazu nur einen hochprozentigen, mindestens 40/50%igen Alkohol und natürlich frische, nach dem Waschen gut abgetrocknete Beinwellwurzeln.

Herstellung eines Beinwellöls durch Kaltauszug

In der Regel mache ich mit dem Beinwell keinen Kaltauszug, sondern einen Warmölauszug, wie ich ihn bei der Schritt für Schritt-Anleitung für die Beinwellsalbe beschrieben habe.

Grund: Bei Kaltölauszügen mit frischen Pflanzenteilen besteht die Gefahr, dass das Öl schimmlig werden kann. Doch das muss nicht sein, wenn man gewisse Dinge berücksichtigt.

Anleitung für die Herstellung einer Harzsalbe / Pechsalbe

Hier fliesst es, das Gold des Waldes, Harz, auch Pech genannt, entlang eines Fichtenstammes. Seit vielen Generationen schon wird Harz zur Herstellung einer altbewährten Salbe verwendet, die vorallem im Alpenraum bekannt ist, mancherorts auch als Pechsalbe.

Als Basis dient mir bei der Herstellung dieser Salbe mein Beinwellöl. Ihr könnt aber natürlich einfach ein Öl eurer Wahl verwenden.

Gemüse lagern wie anno dazumal: In Erdmieten, Gruben, Sandkisten, Eimern, Zeitungspapier

Viele kennen die Begriffe «Erdmiete», «einmieten», «einschlagen», «Sandkiste», in Zusammenhang mit dem Lagern von Gemüse gar nicht mehr. Da ich bei den Grosseltern, mit einem grossen Gemüsegarten aufwachsen durfte, kenne ich das natürlich noch. Habe oft genug dem Grossvater beim Einlagern geholfen und noch heute lagere ich unser Gemüse auf diese altbewährten Methoden ein.

Gartenrundgang im September

Noch immer gibt es viele Farbtupfer im Garten. Manche Pflanzen warten sogar noch mit einer überraschenden letzten Schlussvorstellung auf und drehen nochmals so richtig auf.

Zu den dankbaren Dauerblüherinnen zählen bei den kultivierten Pflanzen im Staudenbeet neben anderen die wunderbar fein duftende Duftnessel (Agastache «Blue fortune»), die bei Insekten ausserordentlich beliebt ist und die Mazedonische Witwenblume (Knautia macedonia), sowie der Storchenschnabel. Sie blühen bereits seit dem Frühsommer.

Zeit für Kornelkirschen-Gelee

Der warme, trockene Sommer hat auch die Reife der Kornelkirschen (Cornus mas) dieses Jahr beschleunigt und so ist meine Ernte heuer bereits Ende August beendet.

Die Kornellen sollte man bereits im fast überreifen, weichen Zustand ernten, dann erst sind sie perfekt für die Herstellung des wunderbar fein schmeckenden Gelees, den man fast nirgends im Verkauf finden kann.