S’isch Ziit zum Guetzlibache

Während es draussen seit dem frühen Morgen unaufhörlich schneit, hole ich das alte Rezeptbüechli meiner Grossmutter hervor und mache mich an’s Guetzle (Kekse backen).

Dieses Büchlein stammt noch aus den 70-er Jahren (evt. sogar 60-er) und mein liebstes Rezept ist jenes für die Mailänderli, noch mit richtig viel Butter. Ich finde auf den Winter hin darf man ruhig ein paar zusätzliche Gramm auf den Rippen haben.

Vielleicht möchtet ihr das Rezept ja mal ausprobieren? Viel Freude beim Backen und Geniessen.

Es ist wieder soweit, Zeit den Barbarazweig zu schneiden

Heute, 4. Dezember ist es wieder soweit, am Gedenktag der Heiligen Barbara werden die sogenannten Barbarazweige geschnitten.

Damit diese Zweige dann an Weihnachten euch auch wirklich mit ihren schönen Blüten erfreuen, müsst ihr jedoch unbedingt ein paar Dinge beachten.

Heute ist Andreastag und -Nacht

Heute, am 30. November, ist der Namenstag von Andreas (Andreastag), der Tag zum Gedenken des Apostels Andreas, ihm folgt abends die bedeutungsvolle Andreasnacht.

Es heisst, in Russland und Schottland sei der Hl. Andreas, der am X-Kreuz gemartert worden ist, dem sogenannten Andreaskreuz, sogar zum Nationalheiligen geworden.

Auch dieser Tag steht in Zusammenhang mit vorchristlichem Brauchtum, wie beispielsweise dem «Andreslen«, Orakeln und den «Nachtbubenstückli».

November – der Nebelmonat

Habt ihr gewusst, dass unsere Vorfahren dem Monat November wegen des häufig auftretenden Nebels einst den Namen Nebelung gaben?

Kein Wunder, in keinem anderen Monat des Jahres wabern so oft Nebelschwaden über die Landschaft wie im November.

Für mich haben solche Nebeltage durchaus auch ihren Reiz.

Der Pilz, der auch ein Tintenfass ist

Dieser faszinierende Pilz, der noch bis weit in den November hinein anzutreffen ist, war einst der Lieferant für Schreibtinte. Kein Wunder, zerfliessen doch die Schopftintlinge nach ein paar Tagen richtiggehend und hinterlassen ein schleimig-schwarzes Sporenpulver.

Warum nicht mal ein Experiment machen, und mit einfachsten Mitteln selber eine Tinte herstellen? Das liesse Kinderherzen bestimmt höherschlagen. Angst braucht man dabei keine zu haben, der Pilz ist ungiftig.

Das interessante Leben der Wanderfalter

Wir alle wissen, dass es Zugvögel gibt, die den Winter in wärmeren Gefilden verbringen. Habt ihr aber gewusst, dass es auch Schmetterlinge gibt, die im Herbst gen Süden flattern?

Auch mir war das neu, wurde jedoch darauf aufmerksam, als ich über diesen hübschen Besucher meiner Chrysanthemen etwas recherchierte, den Admiral. Auch er gehört zu diesen Wanderfaltern, genauso wie etwa der Distelfalter und das Taubenschwänzchen.

Im Frühherbst versammeln sich die Nachkommen der Migranten, die im Frühling vom Mittelmeerraum zu uns eingewandert sind und tanken nochmals so richtig auf, bevor sie sich auf die weite Reise machen. Dazu benutzen sie die späten Blüten von Efeu oder eben beispielsweise meiner Chrysanthemen (Winterastern), die gerade auch aus diesem Grund zu den wichtigen Spätblühern gehören.

Nachdem sie nochmals «aufgetankt» haben, geht es Richtung Frankreich und norditalienischer Poebene. Immer gibt es aber auch einzelne Falter, die bei uns an einem frostgeschützten Plätzchen überwintern. Je wärmer das Klima wird, desto mehr von diesen sesshaft gewordenen Admiralen wird es wohl geben.

Im Frühling dann kehren diejenigen, welche die bis zu 1000 Kilometer Weg zu uns wieder geschafft haben, zurück und legen vorzugsweise auf Brennnesseln ihre Eier ab. Aus diesen schlüpfen dann stachelige Raupen. Auch diese Admirale werden im Herbst wieder gen Süden ziehen und so wandert jede Generation nur einmal, entweder nach Süden oder nach Norden.

Diese herbstlichen Zugbewegungen können – wie bei den Vögeln auch – spektakuläre Ausmasse annehmen. So kann es vorkommen, dass sich bis zu Zehntausenden von Faltern pro Tag an einem Ort einfinden. Oh, das würde ich gerne einmal erleben.

Manchmal warten die Wanderfalter tagelang, bis der Wind für sie günstig weht, also von Norden her. Obwohl, sie können die Flugrichtung auch mit entsprechenden Flügelschlägen beeinflussen.

Übrigens: Im Herbst können wir den Wanderfaltern neben spät blühenden Blumen wie eben den Chrysanthemen oder Efeu, zusätzlich eine Tankstelle im Garten anbieten. Gemäss Tipp vom NABU soll die aus mit Zucker oder Malzbier gesüsstem Rotwein auf einem Tellerchen bestehen.

Die beste Falterhilfe ist und bleibt jedoch ein giftfreier, naturnaher Garten

Das Gemüse wandert in’s Winterquartier

Schön in Reih und Glied stehen sie da, die Randen (Rote Beete) und warten darauf, dass ich sie noch mit Erde und Laub bedecke.

So ging es gestern auch dem restlichen Wurzelgemüse und dem Lauch. Weg vom Freiland, rein in’s Winterquartier, entlang der Hausmauer, von da lässt es sich gut ernten, auch bei viel Schnee und gefrorenem Boden.

Im Gedenken an unsere Ahnen

In diesen Tagen, vom 31. Oktober bis zum 2. November, gedenke ich ganz besonders meiner Vorfahren.

Es ist die Nacht vom 31. auf den 1. November, in der seit einiger Zeit auch bei uns in der Schweiz Halloween begangen wird, die Kinder abends von Türe zu Türe gehen und «Süsses oder Saures» verlangen. Die selbe Nacht, in der nach dem Vorbild irisch-keltischer Feste Samhain gefeiert wird.

Gefolgt von Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November.

Grosses Vogel-Heimkino

Je näher die Schneefallgrenze kommt, desto mehr Vögel kann ich um’s Haus beobachten Es ist, als wollten sie sich vor den bevorstehenden mageren Zeiten nochmals tüchtig die Bäuche voll schlagen und Winterspeck zulegen.

Wer Verblühtes stehen gelassen hat, wird bereits jetzt belohnt und kann zahlreiche Vögel an den Samenständen beobachten.

Sie leuchten wieder, die Lampions

Wer Lampionblumen (Physalis alkekengi) in seinem Garten hat und etwas Dekoratives damit machen möchte, tut gut daran, die Blütenkelche jetzt zu ernten. Bald schon nämlich wird ihnen die Witterung zusetzen und sie sehen dann nicht mehr so schön aus.

Während andere sie zusammen mit anderen Naturmaterialien in Schalen drapieren, fertige ich jedes Jahr um diese Zeit diese Mobiles her. Geht ganz einfach.