
Hier macht der Wasserdost seinem Namen alle Ehre, er wächst am Ufer eines Bachs.
Die heimische Wildpflanze ist ein starkes Insektenmagnet und eignet sich auch gut für den Garten, nicht nur an feuchten Standorten.
Lass Dich von mir in die Natur (ent-)führen

Hier macht der Wasserdost seinem Namen alle Ehre, er wächst am Ufer eines Bachs.
Die heimische Wildpflanze ist ein starkes Insektenmagnet und eignet sich auch gut für den Garten, nicht nur an feuchten Standorten.

Nein, hier ist keine KI im Spiel und auch kein Photoshop. Diesen Alpsee, oberhalb Innsbruck, habe ich im August 2016 exakt so angetroffen: Blutrot wie Ketchup.
Wer weiss, vielleicht entdeckt auch ihr in diesem warmen Bergsommer einen solch unheimlich rot gefärbten Alpsee. Dann waren Algen am Werk und zwar mit grosser Wahrscheinlichkeit die sogenannten Dinoflagellaten (Tovellia sanguinea).
Es war 2016, als wir uns auf dem Abstieg von einem Berg oberhalb Innsbruck befanden. Etwas weiter unten entdeckten wir auf einer Alp diesen unglaublich roten Alpsee. Den wollte ich natürlich von nah sehen und dort angekommen, erschien mir das blutrote Wasser so «gruselig», dass ich mich nicht mal getraute die Hand ins Wasser zu halten. Dabei wäre das kein Problem gewesen, denn es handelt sich hier lediglich um eine harmlose Algenblüte.
Dieses Phänomen wurde erstmals 2009 auch bei uns in der Schweiz und zwar im Seealpsee auf 1140 MüM beobachtet und in der Folge wissenschaftlich untersucht. Die Ursache dafür liegt bei Algen die im Wasser blühen: den Dinoflagellaten, ein einzelliger Organismus dessen lateinischer Name Tovellia sanguinea lautet. Zwar färbt der Einzeller Bergseen tiefrot, doch die Wasserqualität ist unbedenklich, das ist erwiesen.

Gemäss Fredy Mark, Chef des betreffenden Innerrhoder Umweltamtes, sei dieses Ereignis, das Vorkommen dieser Alge, «ein Indikator für sauberes Wasser. Dies hätten Untersuchungen der Universität Konstanz gezeigt.» (Quelle: Tagblatt, 15.07.2010)
Ein vergleichbarer Fall war damals, 2009, lediglich aus den 60er-Jahren bekannt, als sich ein Bergsee in den Trentiner Alpen in Norditalien ebenfalls blutrot färbte: Der Lago di Tovel. Seit 1964 ist das Phänomen dort nicht mehr aufgetaucht. Interessant: In Italien wurde vermutet, dass der Grund für das spätere Fernbleiben der Algen bei der geringeren Anzahl Kühe auf der Alp liege. Denn die Algen ernähren sich unter anderem von den Nährstoffen, die durch die Hinterlassenschaften der Kühe in das Wasser eingeleitet würden.
Was die Rotfärbung des Lago id Tovel betrifft, so hatte das Istituto Agrario di S. Michele all’Adige entdeckt, dass diese drei Algenarten zugerechnet werden könnte: «Da wäre zunächst die Tovellia sanguinea (eine „rote“ Art, die heute wegen der geringen Nährstoffmenge nur minimal vorkommt); die Baldinia anauniensis (eine „grüne“ Art, die jetzt sehr häufig vorkommt und die heute typische Farbe verursacht) und eine dritte Alge, deren Art derzeit erforscht wird.» (Quelle: https://www.visitvaldinon.it/de/poi/die-rotfarbung-des-lago-di-tovel)
Nochmals zurück in die Schweiz zum Seealpsee, wo das Phänomen von der Blüte der roten Algen 2009 und in den Folgejahren immer wieder aufgetreten ist – manchmal auch in anderen Seen im Alpsteingebiet: Verschiedene Forschungsanstalten erforschen seither die Dinoflagellaten, darunter die ETH und die Universität Konstanz (D), wo Professor Daniel Dietrich und sein Team versuchen die Alge zu züchten. Denn: Vor allem der Farbstoff der Dinoflagellaten ist für die Forschung interessant, dank seiner Eigenschaft könnte er beispielsweise in der Kosmetikindustrie, der Textilfärbung oder Lebensmittelfarbgebung eingesetzt werden. Doch noch ist man nicht in der Lage, die Alge künstlich zu erzeugen respektive zu züchten. So jedenfalls lautete damals die Aussage von Professor Dietrich in einer Ausgabe von SRF Aktuell vom 28.11.2011. Mit Sicherheit steht heute die Forschung an einem anderen Ort und ist vielleicht sogar unterdessen in der Lage, die Tovellia sanguinea zu züchten.
Damals, 2011, war übrigens noch unklar, weshalb – ausser der anhaltend starken Sonneneinstrahlung – die Algen in einigen Jahren zu einer so beeindruckenden Blüte gelangen und Seen so tiefrot einfärben.

Wo man hinsieht, gibt es Vogelnachwuchs im Garten. Er ist dankbar für eine Wasserschale, die der Gefiederpflege dient. Da diese auch als Tränke benutzt wird, gilt es einiges zu beachten:
Weiterlesen ➞ Wasserbad im Garten – auch von Jungvögeln geschätzt

Achillea millefolium – so lautet der wissenschaftliche Name der Wiesen-Schafgarbe für die der Volksmund zahlreiche Bezeichnungen kennt: Bauchwehkraut, Blutstillkraut, Frauendank oder Achilleskraut sind nur einige davon. Wie so oft, weisen manchmal Trivialnamen auf das Anwendungsgebiet der Pflanzen hin, so auch im Fall dieser altbewährten Heilpflanze.
In den Alpen wächst noch eine besondere Art, die Moschus-Schafgarbe. Aus ihr wird noch heute hoch geschätzter Likör hergestellt, der bereits 1782 Erwähnung findet.
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Gestern konnte man am Himmel wieder Spektakuläres beobachten, nein, keine Ufos, obwohl sie manchmal in ihrer Form daran erinnern:
Mächtige, linsenförmige Wolken schwebten für längere Zeit am selben Ort über den Bergen. Es schien, als wären sie aufeinander gestapelt, wie eine Beige von Tellern.
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Sie wirkt noch klein auf diesem Bild, so ganz ohne Vergrösserung, und sie ist es auch: Diese junge Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) ist höchstens 5 Millimeter gross und hat erst vor zwei Monaten den schützenden Kokon verlassen. Jetzt übt sie sich bereits im Bauen der ersten kunstvollen Radnetze.
Weiterlesen ➞ Gartenkreuzspinnen – die neue Generation ist da

Wer hier einen farblichen Akzent auf meiner Giesskanne setzt ist nicht etwa eine Küchenschabe sondern eine Bernstein-Waldschabe.
Kommt sie, durch das Licht angelockt, in unsere Wohnungen, wird sie oft mit der Küchenschabe verwechselt. Doch im Gegensatz zur Küchenschabe, ist die hier gezeigte Bernstein-Waldschabe überhaupt nicht an unseren Vorräten interessiert.
Dank eines Artikels, den ich beauftragt war, für ein Naturmagazin zum Thema Moos zu schreiben, kam ich zu einem wunderbaren Fachbuch über Moose. Darin fand ich auch eine Anleitung zu einem Experiment, das mich unglaublich faszinierte.
Ich wusste ja, Moos und Wasser gehören zusammen, aber zu sehen, wie scheinbar «totes», vertrocknetes Moos in Sekundenschnelle auf das Wasser reagiert, hat mich dann doch sehr verblüfft.
Weiterlesen ➞ Das Mooswunder – ein faszinierendes Experiment