Türkenbund – prächtigste aller Lilien

Man kann es kaum glauben, dass uns mit der Türkenbund-Lilie (Lilium martagon) in der Natur eine Wildpflanze begegnet. Sie zählt mit Abstand zu den prächtigsten, in Europa heimischen Wildblumen.

Die Spitzen der langen Blütenhüllblätter sind so stark zurückgebogen, dass sie am Stiel aufeinander treffen und somit der grossen Blüte die Form eines (türkischen) Turbans verleihen.

Garten-Laubkäfer oder Japankäfer?

Dieses Bild zeigt den Garten-Laubkäfer (Phyllopertha horticola) der jetzt wieder unterwegs ist. Ihn ereilt ein hartes Schicksal, denn ein eingewanderter Verwandter aus derselben Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) der ihm sehr ähnlich sieht, verursacht grosse Probleme: Der Japankäfer (Popillia japonica). So wird wohl leider mancher Garten-Laubkäfer aus Unwissen dran glauben müssen.

Dabei gibt es ein gutes Merkmal, anhand dessen man die beiden Käfer, den heimischen Garten-Laubkäfer und den nicht heimischen, eingewanderten Japankäfer, voneinander unterscheiden kann.

Gartenimpressionen von anfangs Juni

Heute nehme ich euch wieder einmal mit auf einen sonntäglichen Spaziergang im Garten.

Dieser besteht aus einem bunten Mix aus Magerwiesen mit einer reichen Vielfalt an Wildpflanzen, alten Obstbäumen, heimischen Bäumen und Sträuchern, dem Gemüsegarten und einem Blumenmix von gezüchteten Pflanzen sowie vielen heimischen Wildpflanzen. Totholz und Steinhaufen bieten Lebensraum und Unterschlupf für allerlei Getier.

Und wie man auf diesem Bild sehen kann: Auch ein naturnaher Garten bereitet viel Arbeit – die ich liebe – da bleibt einem kaum Zeit um lange rumzusitzen, so, dass Sitzbänke auch mal einwachsen.

Bienenkäfer – am Hinterteil könnt ihr sie unterscheiden

Es ist anfangs Juni und die bunten Bienenkäfer erfreuen uns wieder mit ihrer Anwesenheit.

In Mitteleuropa gibt es vier Arten von Bienenkäfern (Trichodes) von denen zwei in meiner Region des Schweizer Mittellandes häufig vorkommen: Der Gemeine Bienenkäfer T. apiarius und der Zottige Bienenkäfer T. alvearius. Mittlerweile weiss ich, wie ich die beiden anhand eines einfachen Merkmals unterscheiden kann, dazu reicht ein kurzer Blick auf’s Hinterteil.

Schwefelporling – das «Chicken of the woods»

Gestern entdeckte ich den ersten Gemeinen Schwefelporling ((Laetiporus sulphureus) in diesem Jahr und zwar zum wiederholten Mal an diesem mächtigen Birnbaum.

Das grosse, schwefelgelbe Gebilde ist kaum zu übersehen und im englischsprachigen Raum auch als «Chicken oft the woods» bekannt. Das hat mit seinem Fleisch zu tun, denn im noch jungen, saftigen Stadium, ist der Pilz essbar und sein Geschmack erinnere anscheinend an Huhn. Nun in diesem Fall sitzt das Huhn aber nicht im Wald sondern in einem Obstgarten, wie so oft in meiner Region.

Gespinstmotten und Gespinstblattwespen sind wieder am Werk

Habt ihr auch schon solche seltsamen Gespinste an Bäumen und Büschen entdeckt?

In vielen Naturforen tauchen jetzt wieder solche Bilder auf, mit der Frage um Bestimmung: Kunstvoll eingesponnene Pflanzenteile unter denen sich Raupen tummeln.

Es handelt sich dabei um das Werk von Gespinstmotten (Yponomeuta), manchmal aber auch von Gespinstwespen (Pamphiliidae). Die beiden gehören völlig unterschiedlichen Insektenfamilien an.

Gelbe Nadeln im Innern der Eibe – ein natürliches Phänomen

Und wieder einmal blicke ich mit leichtem Bangen in unsere grosse Eibe (Taxus baccata): So viele gelbe Nadeln am Baum!

Dabei findet dieses Besorgnis erregende Schauspiel jedes Jahr im Frühjahr respektive Frühsommer statt: Die Eibe erneuert ihr Nadelkleid und das hat zur Folge, dass sich vor allem im Bauminnern die Nadeln gelb verfärben und abfallen.