Das Geheimnis der Heckenrosenblüte

Die Blüten der Heckenrose (Rosa canina) bergen ein Geheimnis. Bei genauer Betrachtung der Kronblätter, fällt nämlich eine Regelmässigkeit bei deren unregelmässigen Gestaltung auf: Das Geheimnis der fünf Brüder. Davon handelt mein heutiger Beitrag und dem Grund, warum unsere heimische Wildrose auch als Hundsrose bezeichnet wird.

Die Taubenschwänzchen sind zurück

Gestern entdeckte ich das erste Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) und zwar auf den Karthäusernelken. Dieses Video entstand letztes Jahr, Ende September, bevor die Schwärmer die alljährliche, lange Reise über die Alpen angetreten haben. Die Heimat des Taubenschwänzchens, dessen Flugverhalten uns so sehr an Kolibris erinnert, liegt nämlich im Mittelmeerraum.

Es gibt einige Gartenpflanzen, die können für den hier vorgestellten Schmetterling zu Todesfallen werden.

Rindenspringspinne – eine der grössten ihrer Art

Darf ich vorstellen, das ist die Rindenspringspinne. Sie erreicht eine Grösse von bis zu einem Zentimeter und zählt damit zu den grössten der heimischen Springspinnenarten.

Kürzlich beobachtete ich sie nach erfolgreicher Jagd auf einen Weberknecht.

Holunder: In allen Teilen segensvoll

Wie riesige weisse Blumensträusse stehen die blühenden Holunderbüsche da und schmücken mit Garantie jedes alte Bauernhaus, jede Scheune, an irgendeiner Ecke.

Es heisst, der Schlaf im Schatten eines Holunders wirke so erfrischend, wie ein segenbringender Schauer in der Schwüle eines Sommertages.

Eine alte Volksweisheit besagt: «Rinde, Beere, Blatt und Blüte, Jeder Teil ist Kraft und Güte, Jeder segensvoll

Mit dem Mai sind auch die Pinselkäfer wieder da!

Es war vor etwa sechs Jahren, als ich den allerersten Pinselkäfer (Trichius) in einer Pfingstrosenblüte im Garten entdeckte. Ihr seht ihn auf diesem Bild.

Auf den ersten Blick können die 9-12 mm grossen Käfer glatt für Hummelchen gehalten werden. Jetzt, im Mai, verlassen sie ihr Brutgehölz und erfreuen uns wieder mit ihrer Anwesenheit.

In der Schweiz gibt es drei sehr ähnliche Arten, weshalb ich die gezeigten Pinselkäfer nicht näher benenne. Als Erstes sei der am häufigsten vorkommende der drei Arten genannt, der Gebänderte Pinselkäfer (Trichius fasciatus). Er wird oft in Hochstammobstgärten gefunden; dann wäre da noch der Glattschienen-Pinselkäfer (T. zonatus) und der Südöstliche Pinselkäfer (T. sexualis). Letztere beiden kommen deutlich seltener vor als der Gebänderte Pinselkäfer und gelten bei uns in der Schweiz sogar als gefährdet.

Da Pinselkäfer nicht sonderlich mobil sind, findet man sie selten mehr als 50m vom nächsten Waldrand oder Gehölz entfernt. Die Weibchen sind für ihre Eiablage auf das Vorhandensein von weissfaulem, feuchtem Holz angewiesen. Ganze 1,5 Jahre dauert es zirka, bis die Larvenentwicklung abgeschlossen ist und der Käfer nach kurzer Puppenruhe – meistens im Herbst – schlüpft. Doch er verlässt das Brutholz erst im kommenden Mai, also just zum jetzigen Zeitpunkt.

Während seines kurzen Lebens von 4-6 Wochen, besucht der Pinselkäfer nun Blüten, ernährt sich von ihren Pollen und anderen Blütenteilen. Wobei er eine Vorliebe für ungefüllte Rosen, Flieder, Skabiosen, Brombeeren, Pfingstrosen und Doldengewächse hat, wie den Wolligen Schneeball oder den hier abgebildeten Strahlen-Breitsamen (Orlaya grandiflora), von welchem übrigens auch weit über 20 Wildbienenarten profitieren.

Wer den Pinselkäfer zu sich locken möchte, der kann dies mit dem Lagern von Totholz, modernden, faulenden Baumstrünken und absterbenden Obstbäumen oder Laubbäumen wie Eichen oder Weiden. Dass wir ganz viele der putzigen Käfer in unserem Garten haben, ist wohl auch auf den riesigen, alten, abgestorbenen Apfelbaum zurückzuführen. Er ist ein wunderbarer Lebensraum, Brutstätte und Nahrung für zahlreiche Lebewesen, ein richtiger Habitat- oder Biotopbaum, wie man heute sagt.

Also, Augen auf über Pfingsten, die Chancen stehen nicht nur gut, dass euch jetzt im Mai der kürzlich hier beschriebene Weidenbohrer über den Weg läuft, sondern auch für das Entdecken von Pinselkäfern, die nun ihr Brutholz verlassen.

Herzlich, eure

Gaby Kistler

Habichtskräuter: Artenreich, vom Mäuseohr bis zum Orangeroten Habichtskraut

Im Heilpflanzenbuch findet man das abgebildete Kleine Habichtskraut (Hieracium pilosella) schlicht unter der einfachen Bezeichnung Habichtskraut. Im Volksmund wird der Korbblütler auch als «Mäuseohr» bezeichnet. Das hat seinen Grund.

Hat Heisshunger auf Holz: Der Weidenbohrer

Im Mai ist die beste Gelegenheit, am Boden dieser imposanten Raupe zu begegnen, dem Weidenbohrer. Sie ist in diesem Monat auf dem Weg an einen Ort, wo sie sich verpuppen kann.

Die bis zu 10 Zentimeter lange, auffällig rote Raupe, lebt vom Holz und Saft von Bäumen, die sie bei grossem Befall durchaus zum Absterben bringen kann.

Kletten-Labkraut: Das Klebkraut ist auch eine Heilpflanze

Das Kletten-Labkraut (Galium aparine) heisst nicht umsonst auch Klebkraut. Wer von euch mag sich noch erinnern, wie wir uns in Kindertagen gegenseitig mit diesem Kraut beworfen haben? Es haftete überall, auf Haaren, Schultornistern, Kleidern. Die äusserst «anhängliche» Pflanze wird auch als Zaunkleber bezeichnet, weil sie sich dank ihren Widerhaken gerne an Zäunen, aber auch an Baumstämmen und Sträuchern emporrankt. Sie zählt wie die anderen Labkräuter (Galium) zu den altbewährten Heilpflanzen.

Da freuen sich die Hummeln: Goldnesselblüte in Wildnis und Garten

Heute ist es bei uns wieder saukalt, nur gut 10°, und eine Regenfront folgt auf die nächste. Nur kurz, lässt sich die Sonne zwischendurch blicken, als wolle sie uns trösten und sagen «Ich bin übrigens schon da, nur seht ihr mich zur Zeit grad nicht».

Da tut uns doch an diesem trüben Tag ein wenig Farbe gut, zum Beispiel die von den goldgelben Blüten der Goldnesseln (Lamium galeobdolon).

Ein Hermelin beschert viel Freude am Auffahrtstag

Heute morgen überlegte ich mir, wem ich heute meinen Tagebuchbeitrag widmen könnte. Da uns in den vergangenen Wochen fast täglich Hermeline im Garten um die Ohren flitzen, dachte ich, mal wieder diesem drolligen und zugleich wieselflinken Tier ein paar Zeilen zu widmen.

Nach dem Zmorge, noch bevor ich überhaupt dazu kam, in die Tasten zu hauen, griff ich blitzschnell zur Kamera, denn just vor dem Fenster sah ich wieder ein Hermelin in Nachbars gemähter Wiese auf Mäusejagd.