Die Sprosse von Riesen-Schachtelhalm und Acker-Schachtelhalm

Obwohl es sich beim Standort um eine sumpfige Wiese in einer Waldlichtung gehandelt hat, seht ihr auf diesem Bild nicht etwa einen giftigen Sumpf-Schachtelhalm, sondern den fertilen Spross des Riesen-Schachtelhalms (Equisetum telmateia) wie er bei uns in den Wäldern recht häufig vorkommt.

Neben den fertilen (fruchtbaren) Sprossen, gibt es auch noch die sterilen, grünen Sprosse.

Weinbergschnecken erwachen aus der Winterstarre

Noch immer kleben auf dem Gehäuse dieser Weinbergschnecke (Helix pomatia) frische Erdresten. Nur wenige Stunden zuvor hat sie ihre Winterstarre beendet, den Gehäusedeckel weggestossen und nach dem ersten, warmen Frühlingsregen das schützende, warme Erdreich verlassen.

Seit Jahren führe ich darüber Buch, wann die Weinbergschnecken aus der Winterstarre erwachen. Dieses Jahr sind sie sehr spät dran.

Hirtentäschel färbt die Wiesen weiss

Zuverlässig blüht hier in diesem Wiesenstück um diese Zeit das Hirtentäschel. (Capsella bursa-pastoris). Es ist hier so zahlreich, dass man schon von Weitem seinen weissen Blütenteppich sehen kann.

Wer die Pflanze von nah betrachtet, entdeckt, nachdem sich die ersten Samen gebildet haben, die für das Hirtentäschel typischen dreieckigen bis herzförmigen Kapselfrüchte. Sie sind es auch, die dem Kreuzblütler zu seinem Namenszusatz «Bursa-pastoris» verholfen haben:

Goldiger Fund am Waldrand: Der Goldglänzende Laufkäfer

Was für ein goldiges Kerlchen habe ich doch da kürzlich am Waldrand auf knapp 800 Metern entdeckt: Einen Goldglänzenden Laufkäfer (Carabus auronitens) aus der Gattung der Echten Laufkäfer (Carabus).

Er sieht dem Goldlaufkäfer (Carabus auratus) sehr ähnlich, unterscheidet sich von ihm jedoch durch die ersten Fühlerglieder:

Blütentürmchen von Kriechendem Günsel

Dieses Bild stammt von heute Morgen, es zeigt in einer Mauerritze blühenden Kriechenden Günsel (Ajuga reptans) neben dem Grün von Seifenkraut.

Je nach Laune der Natur, können die Blütentürmchen dunkel- oder hellblau, dunkel- oder hellrosa, oder sogar weiss sein.

Wiesen-Schaumkraut, das «Bettseicherli» der Schweizer

Lila färbt es jetzt wieder die Wiesen, das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis). Die Schweizer Mundart hat wenig schmeichelhafte Bezeichnungen parat für das hübsche Kräutlein, das man auch in der in der Küche verwenden kann: «Bettseicherli» und «Schiissgelte» zum Beispiel.

Brauchtum rund um den heutigen Grünen Donnerstag

Mit dem heutigen kirchlichen Termin, dem Grünen (Hohen) Donnerstag, sind viele Bräuche verbunden. Einige von ihnen deuten darauf hin, dass der Tag bereits gefeiert worden ist, bevor mit ihm die Erinnerung an das letzte Abendmahl gefeiert worden ist.

Hohe Temperaturschwankungen im Frühling und die Folgen für Bäume

Im Winter und Frühjahr gibt es grosse Temperaturschwankungen, vor allem an sonnigen Tagen: Binnen weniger Stunden folgen auf nächtliche Minustemperaturen bereits um die Mittagszeit wieder 20° Grad. Dieser stete Wechsel ist ein grosse Belastung und Herausforderung für die Bäume. Frostrisse können die Folge sein, doch es gibt Bäume, die sich dagegen zu schützen wissen und mancherorts beugt der Mensch mit einem Kalkanstrich vor.

Was beim Menschen die Haut, ist beim Baum die Rinde. Sie wird gebildet von Bast und Borke und schützt ihn gegen alle Gefahren die von aussen kommen. Dieser Schutz ist sehr wichtig, denn direkt unter dem Bast befindet sich die Wachstumszone des Baumes: Das Kambium. Dieses bildet nach innen Holzzellen und nach aussen Bastzellen die verantwortlich sind für den lebenswichtigen Transport von Zuckerverbindungen durch den Baum. Sowohl nach oben, wie auch nach unten, einfach überall dorthin, wo sie gerade gebraucht werden.

Dieses Kambium reagiert extrem empfindlich auf Störungen jeder Art.

So eine – lebensbedrohliche – Störung kann ein senkrechter Frostriss in der Rinde sein, ausgelöst durch starke Temperaturschwankungen die insbesondere im Winter und Frühling sehr gross sein können: Nachts herrschen Temperaturen im Minusbereich und tagsüber erwärmt die Sonne auf 20° Grad. Sie «brennt» insbesondere in der blattlosen Zeit dann förmlich direkt auf die Rinde, die kurz zuvor noch Minustemperaturen ausgesetzt war. Dieser stete Wechsel ist ein grosse Belastung und Herausforderung für die Bäume, denn er führt zu enormen Spannungen im Holz. In der Folge reisst die Rinde, womit Krankheitserregern aller Art Tür und Tor geöffnet werden.

Nun gibt es Bäume, die von Natur aus über einen natürlichen Schutz gegen die Überhitzung verfügen, allen voran die Birke (Betula). Sie ist vor allem in jüngeren Jahren mit ihrer weissen, abblätternden Rinde unverwechselbar. Die weisse Farbe verdankt sie dem Inhaltsstoff Betulin der wasserabweisend ist und sich kreideartig anfühlt. Das stellt fest, wer so ein Birkenstämmchen anfasst. Das Weiss reflektiert sehr effektiv das einfallende Sonnenlicht und verhindert damit eine gefährliche Überhitzung. Diese grandiose Beschaffenheit ermöglicht es dem kälteresistenten Baum bis in grosse Höhen von Bergregionen vorzustossen, dorthin also, wo die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht besonders gross sind.

Im Obstanbau und in so manchem Hobbygarten oder Park, bedient man sich bei der Abwehr von Frostrissen eines natürlichen Mittels, dem Kalkanstrich am Baumstamm. Dieser reflektiert das einfallende Sonnenlicht und verhindert somit eine gefährliche Überhitzung. Zudem habe er eine natürliche antibakterielle Wirkung.

Leider kann ich euch kein Bild von weiss angestrichenen Baumstämmen zeigen, das fehlt noch in meinem Archiv. Aber mit Sicherheit habt ihr schon mal Bäume mit weissen «Strümpfen» gesehen und euch vielleicht gefragt, warum man das macht. Diese abgebildete junge Birke benötigt jedenfalls mit Sicherheit keinen solchen Anstrich, sie ist bereits von Natur aus mit einer «Sonnencrème» ausgestattet.