Die Feldgrillen sind da – aber noch ohne Instrumente

Diese Woche entdeckt: Eine Feldgrille (Gryllus campestris) vor dem Eingang zu ihrer Höhle. Es handelt sich hier um eine Larve, deren Flügel noch nicht fertig entwickelt sind. Die aber benötigt sie zum Zirpen. Doch es geht nicht mehr lange, und wir dürfen bis im August in lauen Nächten wieder ihren abendlichen Konzerten lauschen.

Kornelkirsche – der Tierlibaum auf dem Siegeszug

Lange Zeit war mir dieser Strauch nicht bekannt, erst als ich 1985 im Gartencenter für das Pflanzen einer Hecke nach heimischen Sträuchern fragte, hörte ich zum ersten Mal den Namen: Kornelkirsche (Cornus mas), im Volksmund auch als Tierlibaum bekannt. Heute ist das ökologisch wertvolle Gehölz in aller Munde, vor allem als Alternative zur wenig insektenfreundlichen Forsythie.

Vogelkonzert – live aus dem Frühlingwald

Sonntagkonzert im Frühlingswald

Solo-Sängerin: Die Singdrossel (Turdus philomelos)

Begleitender Mischchor: verschiedene Vogelarten

Schon sehr früh im Jahr, bereits ab Ende Februar, kann man dem wunderbaren, lauten Gesang der Singdrossel lauschen. Er ist unverkennbar. Sein Repertoire ist sehr reichhaltig, von leisem, gequetschtem Zwitschern, bis hin zu klaren und sehr lauten Flötentönen. Jedes Motiv aber, das sie singt – und daran erkennen wir die Singdrossel – wird zwei bis vier Mal wiederholt.

Die Singdrossel gehört zu den Kurzstreckenziehern und zu den ersten, die jeweils bereits Ende Februar von ihren Winterquartieren zurückkehrt.

Huflattich – das Zytröseli

Zuverlässig blüht der Huflattich (Tussilago farfara) Jahr für Jahr sobald der Boden mindestens 6 Grad warm ist. Die Blüte des Huflattichs gilt auch als «Startsignal» und idealer Zeitpunkt für erste Aussaaten unter Vlies von frühen Gemüsesorten wie Radieschen oder Pflücksalat.

Der in der Schweiz auch als «Zytröseli» bekannte Huflattich, ist eine der ältesten Heilpflanzen im Bereich der Atemwegserkrankungen.

Meine Lieblings-Weidenkätzchen blühen!

Wer schon länger mein Naturtagebuch liest, weiss es: Diese Japanische Weide, eine Salix Gracilistyla «Rose-Gold Pussy Willow» landete vor über 40 Jahren aus Versehen in meinem Garten. Denn eigentlich verlangte ich in der Gärtnerei eine heimische Korb-Weide zum Flechten. Nun, die haben wir ja mittlerweile auch, eine Salix viminalis, doch diese japanische Weide bereitet mir unterdessen schon so viele Jahre Freude, mit ihren unvergleichlich schönen Kätzchen. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen WIE VIELE verschiedene Insekten sie besuchen.

Es ist wieder Leberblümchen-Zeit!

Wie liebe ich doch diese Frühlingsbotin mit ihren zierlichen, blauen Blüten.

Ab Anfang März bereits kann man blühende Leberblümchen (Hepatica nobilis) in den Wäldern finden, dann, wenn die Frühlingssonne noch durch die kahlen Baumkronen scheint und den dunklen Waldboden, die Laubstreu und darüberliegende Luft in Bodennähe zu erwärmen vermag.