Winterpilz Judasohr

Gestern besuchte ich mal wieder einen alten Holunder am Waldrand von dem ich weiss, dass Judasohren auf ihm wachsen.

Ich finde sie sehr interessant, je nach Feuchtigkeit, verändern die frostresistenten Speisepilze ihr Aussehen. In der asiatischen Küche sind sie in vielen Gerichten zu finden und als Vital-/Heilpilze haben sie ebenfalls einen guten Ruf, zum Beispiel als «Augenschwamm».

Unterschiede zwischen Tanne und Fichte

Die Fichte (Picea abies) – bei uns umgangssprachlich als Rottanne oder Rotfichte bezeichnet – erkennt man gut an den hängenden Zapfen.

Da wäre dann aber noch die eigentliche Tanne: die Weiss-Tanne (Abies alba).

Die beiden Nadelbäume lassen sich gut anhand von Zapfen und Nadeln unterscheiden.

Anisbrötchen nach Grossmutterart

Anisbrötli, hergestellt mit Anisteigrolle nach (Ur-)Grossmutterart.

Wie so vieles entdeckte ich diese (antike) Anisteigrolle in einem Brockenhaus. Mit ihr lassen sich wunderschöne Anisbrötli herstellen. Ich verwende denselben Teig wie für die Chräbeli (Springerle).

Vom Barbarazweig und Barbaraweizen

Heute ist der 4. Dezember, Barbaratag (Hl. Barbara), er ist verbunden mit verschiedenen Bräuchen.

Habe vorhin meinen Nachbarn auf den Kirschbaum steigen sehen, wie er Barbarazweige geschnitten hat. Gehen dessen Blütenknospen an Weihnachten in der Stube auf, bringt das der Familie Glück und Segen.

Genauso wie der Barbaraweizen, dessen Aussaat heute auf einem Teller ausgelegt wird. Ein Brauch, der in der Schweiz weniger praktiziert wird, viel eher in Ländern wie Slowenien, Ungarn, Kroatien oder Österreich.

Die Mistel – geschätzt und gefürchtet

In der Schweiz zählen alle vorkommenden Misteln zur selben Art, zur weissbeerigen Mistel Viscum album.

Unterschieden werden drei Unterarten und zwar nach dem Wirtsbaum, auf dem sie leben: Tannenmistel, Föhrenmistel und Laubholzmistel, wobei letztere in der Volksmedizin von einigen Heilpflanzenkundigen nochmals unterteilt wird, nach Wirtsbaum/Verwendung.

Im Streuobstgarten ist die Mistel nicht gerne gesehen, das hat seinen Grund.

Stiel- und Traubeneiche unterscheiden sich beim Blattabwurf

Mittlerweile sind auch noch die allerletzten Blätter der Stiel-Eiche (Quercus robur) tänzelnd zu Boden geschwebt.

Am Boden tauen auf ihnen in den ersten Morgensonnenstrahlen gefrorene Wassertropfen.

Die Traubeneiche (Quercus petraea) hingegen wirft ihr Blattkleid oft erst im Frühjahr ab.