Rätselhafte Löcher in Eicheln und ein Tipp für Raucher

Die Früchte der Eichen sind reif und beginnen zu Boden zu fallen. Viele von ihnen sind «gelocht», mit einem kleinen Löchlein versehen. Wie zum Beispiel auf den hier gezeigten Eicheln der Stiel-Eiche (Quercus robur).

Dahinter steckt wieder einmal ein «Bohrer», der Eichelbohrer (Curculio glandium). Er sieht dem Haselnussbohrer, den ich hier bereits porträtiert habe, nicht nur sehr ähnlich, sondern geht auch genau gleich vor.

Silberdistel – einst als Delikatesse und Wetterprophetin geschätzt

Die auch als Eberwurz und Wetterdistel bekannte Silberdistel (Carlina acaulis) ist mit ihren silbrig-weiss schimmernden Strahlenkränzen ein wunderschöner Schmuck der Alpweiden.

Dank einer hygroskopischen Eigenschaft kann sie zuverlässig voraussagen, wann Regen im Anzug ist. Die Distel wurde aber nicht nur als Wetterprophetin geschätzt: Einst wurden ihre jungen fleischigen Blütenböden wie Artischocken verwendet.

Waldmistkäfer – verwirrt Angreifer mit Zirpen

Nicht nur Feldgrillen können musizieren, auch die blauschwarzen Waldmistkäfer erzeugen Zirplaute.

Diese Käferart spielt im Kreislauf der Natur eine wichtige Rolle und kann insbesondere im September auf Waldspaziergängen häufig beobachtet werden.

Heidelbeerblätter färben Weiden rot

Vielleicht sind euch gestern auf den Alpenbildern aus Davos die eigenartig rötlichen Alpwiesen aufgefallen, vor allem oberhalb der Baumgrenze.

Sobald ich auf unseren Wanderungen die ersten Heidelbeersträucher (Vaccinium myrtillus) angetroffen hatte, wusste ich was dahinter steckt.

Bildergrüsse aus Davos

Dieses Wochenende durfte ich einer Einladung von Verwandten nach Davos folgen und selbstverständlich habe ich euch ein paar Bilder von diesem wunderbaren Ausflug mitgebracht.

Wir hatten einmalig schönes, warmes (Föhn-)Wetter mit bis zu 23°, der Himmel war von einem intensiven Blau und nur ab und zu geschmückt mit vereinzelten, typischen Föhnwolken (Lenticularis).

Ich bewegte mich in diesen zwei Tagen zwischen 1500 und 2000 Höhenmetern. Sie waren geprägt von vielen Lärchen (Larix), Fichten und – wenn auch nicht gar so zahlreich – Arven und Kiefern. Besonders schön leuchteten die roten Beeren der Eberesche (Vogelbeerbaum/Sorbus aucuparia) vor dem Hintergrund des tiefblauen Herbsthimmels. Auf dieser Höhenlage findet man sehr viele dieser hübschen Bäumchen.

Wunderschön schön finde ich auch die zahlreichen Silberdisteln (Carlina acaulis) denen man jetzt überall in den Alpen begegnen kann. Doch ehrlich gesagt betrachte ich sie lieber, als mit ihnen direkten Kontakt zu haben, wo doch ihre Blätter ausserordentlich dornig gezähnt sind.

Der in der nachfolgenden Bildergalerie abgebildete Davosersee ist übrigens ein natürlicher Bergsee auf 1560 Höhenmetern, gespiesen allein vom Schmelzwasser der umliegenden Gletscher sowie Regenwasser.

Silberdistel, auch bekannt als Eberwurz (Carlina acaulis)

Die Zeit der Luftkämpfe ist vorbei

Da sitzen die zwei nun wieder ganz friedlich nebeneinander: Die Rabenkrähe und der Rotmilan. Sie beobachten interessiert das Treiben der Menschen auf dem Wanderweg.

So ein friedliches Beisammensein ist erst jetzt wieder möglich.

Schafgarbe – fast immer in weiss, selten in rosa

Die Wiesenschafgarbe ist nicht zimperlich was den Standort betrifft und so trifft man fast überall auf den hübschen Korbblütler: In allerlei Wiesen, von mager bis fett, an sonnigen wie auch an schattigen Standorten und oft, wie auf diesem Bild, an Weg- oder Waldrändern.

Die Schafgarbe blüht fast immer weiss, eher selten in rosa Farbtönen.

Bei der Anwendung der grossen Heilpflanze gilt es einiges zu beachten.

Wie Rabenvögel zielgenau Nüsse vom Himmel fallen lassen

Dieses Bild stammt von dieser Woche und zeigt einen der schönsten freistehenden, alten Walnussbäume (Juglans regia) unserer Gemeinde.

Die grünen, dicken Aussenschalen beginnen zu platzen und geben die Nüsse frei. Die fallen bei mir nun wieder täglich aus dem heiteren Himmel auf das asphaltierte Strässchen. Hinter diesem «Nuss-Bombardement» stecken schlaue Rabenvögel.

Neues vom Hornissennest – und: Gedanken zur KI auf Naturseiten

Am 19. August zeigte ich euch das letzte Mal ein Video von diesem Hornissennest in unserem Garten. Der heutige Kurzfilm zeigt dasselbe Nest am 7. September, also lediglich drei Wochen später.

Was kommen musste, ist eingetroffen, es wurde im Vogelnistkasten bald einmal zu eng und das Nest wurde inzwischen erweitert. Jetzt, Mitte September, zieht es sich schon bald bis zum Öffnungshaken herab.

Warum nicht an einem Sonntag, wenn wir etwas mehr Zeit haben, den anderen mal ausnahmsweise zuschauen wie sie fleissig arbeiten?

Knoppern auf Eichen – eine höchst interessante Geschichte.

Habt ihr schon einmal unter Eichen solche extravaganten Gebilde gesehen?

Dahinter steckt – wieder einmal – ein Gallinsekt und zwar die Knopperngallwespe. Hinter dem Vorgang, wie es zu dieser Wucherung kommen kann, steht eine spannende, überraschende Geschichte von einem kleinen Insekt und dem Zusammenspiel zweier verschiedener Eichenarten, der Zerr-Eiche und der Stiel-Eiche.