Beeindruckend: Das Grüne Heupferd

Vorhin sah ich auf dem Scheibenwischers eines Autos dieses beeindruckend grosse, weibliche Exemplar des Grossen Grünen Heupferds (Tettigonia viridissima).

Die bis zu 4 cm lange, laubgrüne Heuschrecke ist erkennbar an ihrem sattelförmigen Halsschild mit bräunlichem Mittelstrich; die Weibchen zudem an ihrem schwertförmigen Legebohrer am Hinterleib.

Faulbaum – heimisches, eher unbekanntes Gehölz

Grün, dann gelb, rot und schliesslich schwarz, sind die erbsengrossen, giftigen Steinfrüchtchen des Faulbaums (Frangula alnus).

Das auch als «Stinkbaum» oder «Pulverbaum» bezeichnete, kleine Bäumchen, leistete den Menschen einst vielfältige, gute Dienste.

Sonnenblumen und Distelfinken bringen Sonnenschein ins Herz

12° Grad und Regen, manchmal sogar noch Nebel, so geht das nun schon eine ganze Weile. Doch während der verregnete Sommer in unseren Regionen die Sonne vermissen lässt, bringen die zur Zeit in Blüte gehenden Sonnenblumen als Entschädigung den Sonnenschein in mein Herz. Vor allem auch ihre Besucher, die Distelfinken (Carduelis carduelis).

Die farbenprächtigen, auch als Stieglitze bekannten Distelfinken melden sich alljährlich mit der Sonnenblumenblüte zurück.

«Ein Tänzer zwischen den stechenden Disteln, der die Widerhäkchen und Dornen mit flinken Wendungen zu vermeiden weiss«, so wird Richard Gerlach im Buch «Natura Magna»-Welt der Vögel, zitiert. Dabei lieben die ca. 12 cm grossen Finkenvögel bei Weitem nicht nur ölhaltige Distel- und Klettensamen, sondern eben auch Sonnenblumenkerne und – was ich im Mai oft beobachten kann – auch Löwenzahnsamen.

Gebrütet wird in Hecken und in Gärten gerne auch in Kirsch-, Apfel- oder Pflaumenbäumen, und in Parkanlagen findet man den Distelfink auf Ahorn- oder Pappelbäumen. Während der Nistzeit ist er sehr scheu und man sieht ihn kaum, schliesslich will man ja nicht den Standort des Nests verraten. In dieses flicht das Weibchen kunstvoll in die Aussenwände Blätter, Flechten und auf Fichten auch Nadeln ein. Je nachdem was es gerade so vor Ort an Baumaterialien zu finden gibt um das Nest auszupolstern und gegen aussen zu tarnen.

Zuerst werden die Jungvögel mit Blattläusen gefüttert (auf meinen Stangenbohnen finden sie zur Zeit reichlich), später dann mit vorverdauten Samen. Sobald die Jungen flügge geworden sind, schliessen sich die Stieglitze zu Schwärmen zusammen. Manchmal verbringen sie auch den Winter in der Gegend und sind dann dankbar für stehen gelassene Samenstände im Garten. Bei mir sind es jeweils die Nachtkerzen- und Königskerzenstängel, auf denen ich sie während der Wintermonate beobachten kann, aber auch die Samen des Seifenkrauts lieben sie.

All jenen von euch, die sich ebenfalls in trübem, kühlem Dauerregengebiet befinden, sende ich mit diesen Bildern einen hellen, warmen Sonnenstrahl in die Herzen. Und natürlich auch allen anderen.

Gaby Kistler

Knabenkräuter – die edlen Wilden

Es gibt mehrere Gattungen der Orchideen die im Volksmund Knabenkräuter genannt und zuweilen auch als Stendelwurz bezeichnet werden.

Botanisch gesehen sind dies unter anderem die Gattungen Dactylorhiza und Orchis. Aber lassen wir mal das Wissenschaftliche weg, von dem ich ja nicht allzu viel Ahnung habe, sondern werfen wir einfach mal einen Blick auf die Knabenkräuter, diese edlen Wilden.

Malve – Chäslichrut oder Käsepappel

In meiner Kindheit befand sich in Grossmutters Hausapotheke stets eine «Chäslichrut»-Salbe.

Chäslichrut nennen wir bei uns die Malve (Malva), weil die Form ihrer Früchtchen an Käselaibe erinnern. Andere wiederum bezeichnen sie als Käsepappel.

Gemäss Kräuterpfarrer Johann Künzle und anderen Kräuterkundigen, hielten bereits die alten Römer die Malve hoch in Ehren «und nannten sie omnimorbium, d.h. heilsam gegen alle Krankheiten».

Tête-à-tête mit einer Hirschkäferdame

Eine Begegnung die ich nicht so schnell vergessen werde:

Auf einem Uferweg lief mir gestern dieses riesige Hirschkäferweibchen buchstäblich über den Weg. Männchen werden bis zu 7.5 cm lang und auch die gut 4 Zentimeter Länge dieses Weibchens haben grossen Eindruck auf mich gemacht.

Im Gegensatz zu den Männchen, die man an ihren mächtigen, geweihartig verlängerten Oberkiefern erkennt, trägt die Dame kein Geweih. Hirschkäfer (Lucanus cervus) stehen in der Schweiz unter besonderem Schutz.

Impressionen aus den Tiroler Alpen

Mit vielen Bildern aus den wunderschönen Tiroler Alpen melde ich mich wieder zurück.

Obschon ich nicht immer mit einem blauen Himmel aufwarten kann, hatten wir doch Wetterglück: Typisches Sommer-Bergwetter, mit kurzen, lokalen Schauern, begleitet von Blitz und Donner.

Ein besonderes Highlight stellte dieses Jahr der Besuch des Alpengartens auf dem Patscherkofel dar, der auf knapp 2000 Metern liegt.

Schwarze Schnegel beim «Hochzeitstanz»

Anhand dieser beiden Schwarzen Schnegel (Limax cinereoniger) könnt ihr sehen, wie unterschiedlich sie aussehen können. Der eine graubraun, der andere schwarz, wobei der hellere ganz ausgestreckt gute 20 cm (!) Länge zeigte. Der Schwarze Schnegel ist tatsächlich die grösste aller Nacktschneckenarten, es wurden sogar schon Exemplare mit 30 cm Länge gemessen.

Diese beiden hier sind übrigens gerade am Vorspiel, die ganze Hochzeit dauert über eine Stunde.

Was aber unterscheidet die Schnecke von einem Schnegel?

Starkregen lässt die Bäume schäumen

Typisch das Leben: Als ich vor ein paar Monaten während starker Regenfälle in den Wald ging, in der Absicht, schäumende Bäume zu finden, fand ich keine, Null, Nix, Nada.

Heute nun, an einem Tag der ebenfalls viel Starkregen mit sich brachte, ging ich ebenfalls in den Wald, jedoch ohne einen Gedanken an schäumende Bäume. Ich liess mich einfach überraschen von dem, was der Wald heute für mich bereithält. Und was war das? Eine schäumende Tanne!

Verzeiht das laute, hell klingende Gebimmel im Video, am Waldrand war grad eine Herde Rinder am weiden.

Liguster – ökologisch wertvoll und bestens als Hecke geeignet

Eigentlich schade, wird der Liguster (Ligustrum vulgare) nicht häufiger als Heckenpflanze genutzt. Er ist gut schnittverträglich, bietet Vögeln nicht nur bestens geschützte Nistplätze, sondern im Herbst auch Nahrung an. Zudem leben die Raupen des Ligusterschwärmers von seinen Blättern und die fein duftenden Blüten locken eine Vielzahl verschiedenster Insekten an.