Früher hatte ich mich oft gefragt, wie das möglich ist, dass selbst Pflanzen mit Knöllchen oder Zwiebeln, eines Tages plötzlich zwischen Treppenstufen oder in Mauerritzen auftauchen.
Hinter dem Rätsel stehen fleissige Ameisen, die sich als Gartengestalterinnen betätigen.
Alle paar Tage mal spaziere ich auf einer Waldlichtung an einem Ameisenhaufen vorbei.
Gestern war der ganze Ameisenstaat in heller Aufruhr: Jemand hat ihren Haufen zerwühlt und unzählige fleissige Arbeiterinnen waren damit beschäftigt, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben. Für die Zerstörung des Haufens kommen verschiedene «Täter» infrage.
Allein der Name, Stinkende Nieswurz, ist jetzt nicht wirklich «anmächelig», wie wir Schweizer sagen. Und punkto farbenprächtiger Blüten kann diese heimische Wildpflanze nicht mithalten mit ihrer Schwester, der Lenzrose (Helleborus orientalis).
Trotzdem möchte ich dieser zu Unrecht etwas verkannten Pflanze heuer mal wieder meine Aufmerksamkeit schenken, denn die verdient sie allemal.
Wie heisst es doch? Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung.
Bei uns war sie das und wie! Wir wurden mit einem prächtigen Morgenrot beschenkt, dazu noch die vielen Vogelstimmen, einfach herrlich.
Diesen Augenblick wollte ich mit euch teilen. Leider ist die Kamerafahrt zuweilen etwas rasant. Das geschieht immer dann, wenn meine Augen bereits weiter wandern, dann fahre ich mit dem Handy leider automatisch mit. Ihr seht, bin da noch ein wenig ein Stümper, aber ich lerne es schon noch, irgendwann.
Mit dieser Sicht von heute Morgen gen Norden, wünsche ich euch nun allen ganz herzlich einen guten Start in die neue Woche,
Bildergruss aus dem Garten: erster Bärlauch, aufbrechende Kornelkirschen-Blütenknospen und Schneeglöckchen.
Langsam steigen die Temperaturen und ein Hauch von Frühling liegt in der Luft. Mancherorts beginnt sachte die Natur zu erwachen, gucken Triebspitzen hervor, beginnen Knospen aufzubrechen.
Bei der Kopfweide kam der Coiffure, mit den Ruten gab es ein neues Zaungeflecht.
Aktuell können wir bereits jetzt blühendes Behaartes Schaumkraut (Cardamine hirsuta) entdecken. Gestern sah ich das erste neben schmelzendem Schnee.
Eigentlich aber hat der Volksmund für dieses Kraut einen viel treffenderen Namen gefunden: Garten-Springkraut. Es zählt nämlich zu den sogenannten «Saftdruckstreuern» und ist somit eine veritable Samenschleuder.
Man nennt ihn auch «Falsches Judasohr», weil er ihm ähnlich sieht und auch sonst so manche Eigenschaft mit ihm teilt: Der Gezonte Ohrlappenpilz (Auricularia mesenterica).
Wie sein Verwechslungskandidat, das Judasohr (Auricularia auricula-judae), bildet dieser Pilz das ganze Jahr Fruchtkörper, bei entsprechenden Temperaturen auch im Winter.
Zum Wochenbeginn schenke ich meine Aufmerksamkeit einem gar kleinen Kräutlein, das es wegen seiner geringen Grösse schwer hat, mit den grossen und bunten Frühlingsblühern mitzuhalten.
Dem Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna/Erophila verna aggr.)
Wer stakst denn da auf dürren Beinen durch den Wald, auf dem Kopf eine leuchtend weisse Schneekappe?
Es ist ein Waldgeist, der mir da gestern grad zufällig über den Weg gelaufen ist. Hat mir ein wenig sein Leid geklagt, darüber, dass die Menschen heute immer mehr «verkopfed» seien, alles nur noch mit dem Kopf, dem Verstand erfahren und erklärt haben wollen.
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