Was mir doch alles so vor die Füsse geworfen wird…
Da lag zum Beispiel eines Tages, nach einem Sturm, plötzlich dieser riesige Hexenbesen auf dem Weg. Das gut zwei Meter grosse Gebilde erinnerte mich an das Haupt der Medusa.
Kürzlich ist mir dieser prächtige, gesunde Fuchs im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg gelaufen.
Und die Nacht zuvor hat mich mal wieder ein «kontaktfreudiges» Fuchspärchen aufgeweckt: Immer wieder ertönten heisere Schreie und dreisilbiges «Bellen». Noch befinden wir uns in der Ranz, der Paarungszeit der Füchse.
Am Sonntag sah ich an einem unserer Haselsträucher die ersten weiblichen Blüten. Die männlichen, länglichen, braungelben Kätzchen hingegen halten sich noch wortwörtlich bedeckt: Ihre Schuppen sind geschlossen und geben bis jetzt noch keine Pollen frei.
Je nach Witterung, schwankt die Blütezeit der Haseln bei uns in den letzten Jahren zwischen Ende Januar und Mitte Februar.
Der Montagmorgen brachte uns kurz nach acht Uhr einen Regenbogen im Westen. Zudem lässt der Föhn auch heute wieder die für diese Wetterlage typischen Lenticularis-Wolken entstehen – und leider bei einigen geplagten Menschen zudem Kopfweh.
Die Natur ist immer wieder für Überraschungen gut.
Rotrandige Baumschwämme (Fomitopsis pinicola) hat es bei uns in den Wäldern sehr viele, doch so eine «Ausführung» sah ich noch nie: Ausgestattet mit «Zwillings-Nachwuchs» in den Poren. Eine schöne Laune der Natur.
Mit diesem Sträusschen von buntem Purpurstieligem Hornzahnmoos und einem Portrait über dasselbige, möchte ich mich mal wieder von ganzem Herzen für die, seit der Einrichtung des Spendenkontos eingegangenen Zustupfe bedanken.
Bei diesen schwarzen Knubbeln handelt es sich um Kohlen-Kugelpilze (Daldinia concentrica).
Sie sind zwar keine Speisepilze, erfüllen jedoch einen anderen überraschenden Zweck: Kohlen-Kugelpilze sind nicht nur ein wahres Zundertalent, mit dem man Feuer entfachen kann, nein, sie halten es zudem am Leben.
Heute, an «Agnes», sind wir in dichte Nebelschwaden gehüllt. Das letzte Mal war das am 28. Dezember, als diese mystischen Bilder entstanden sind. Wir können uns in diesem Winter nicht über viel Nebel beklagen.
Interessant, wie diese Buche hier im Lauf der Jahre versucht eine alte Verletzung zu überwallen und wie diese Wunde mit der Zeit ein «Innenleben» entwickelt hat.
Wird ein Baum verletzt, muss er schnellstmöglich die Wunde mit Kambium verschliessen, da ansonsten Bakterien und Pilze durch die offene Stelle in den Baum eindringen können.
Es ist Zeit, mal wieder auf die Schmetterlingstrameten hinzuweisen, die selbst im Winter noch mit ihren bunten Farben auf sich aufmerksam machen. Sie sind einjährig, neue Fruchtkörper erscheinen dann wieder zwischen Mai und August.
Ich verwende für mein Naturtagebuch nur eigene Bilder und Videos, nicht immer ganz perfekte vielleicht, aber sie stammen von mir. Genauso die Texte: Alles was du liest, habe ich selber geschrieben, kein ChatGPT oder sonstige KI.
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