Wer Pilze sammelt, scannt unablässig mit seinen Augen den Waldboden und kaum etwas entgeht ihnen. Dabei können ganz tolle Entdeckungen gemacht werden, wie zum Beispiel abgeworfene Geweihstangen oder Tierskelette. Am Samstag fand ich diesen Vogelschädel mit einem beeindruckend langen, kräftigen Schnabel, er kann dem Schwarzspecht (Dryocopus martius) zugeordnet werden.
«Ist der Stängel kantig und rau, heisst die Pflanze Bärenklau (Heracleum). Ist er aber rund, der Stängel, ist der Wurz vom Engel«.
Diesen Merkspruch hat mir kürzlich ein netter Herr mit auf den (Wald-)Weg gegeben, um die beiden ähnlich aussehenden Pflanzen auseinanderzuhalten. Zur Zeit können wir die Dolden der Wald-Engelwurz, schwer beladen mit Samen, bestaunen. Mancherorts aber mag sie noch blühen, denn die Blütezeit dauert bis in den September, je nach Standort.
Die Eibe (Taxus baccata) ist wahrhaft in vielerlei Beziehung ein eigenartiger und zugleich einzigartiger Baum. Einst galt er sogar als nachwachsendes Waffenlager.
Ich widme der Eibe heute dieses Portrait, da man nun zwischen ihrem dunkelgrün glänzenden Nadelkleid wieder ihre roten «Beeren» entdecken kann. «Baccata» steht für «beerentragend». Jedenfalls auf weiblichen Bäumen, denn die Eibe ist zweihäusig.
Am Samstag besuchte ich mit einer Freundin einen Pilzcrashkurs. Natürlich habe ich euch ein paar Bilder davon mitgebracht. Wir hatten Glück und einen prächtigen Herbsttag mit viel Sonnenschein erwischt.
Mit etwas Glück, kann man in diesen Tagen noch die letzten Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) beobachten, bald schon werden sie sich auf die Reise in ihre Überwinterungsgebiete machen.
Vom Trauerschnäpper gibt es ausnahmsweise auch mal eine Erfolgsgeschichte zu erzählen was die Bestände in der Schweiz betrifft.
Ist euch die wächserne (Äpfel) oder mehlige Beschichtung von Obst auch schon aufgefallen? Was ist ihr Zweck? Wer sich mit dem Thema befasst, stellt fest, dass die Begriffe Wachs, Reif und Duft in diesem Zusammenhang eine völlig neue Bedeutung bekommen:
Am 2. September, einen Tag nach dem fürchterlichen Hagelwetter mit bis zu 3 cm grossen Körnern, berichtete ich mit einem Video und eindrücklichen Bildern über die Zerstörung, die es hinterlassen hat. Schon damals glaubte ich an die grosse Regenerierungskräfte der Natur und davon will ich euch heute Bilder zeigen; wie sich der Garten bereits 14 Tage danach erstaunlich gut erholt hat.
Vor ein paar Tagen habe ich diesen blühenden Löwenzahn fotografiert. Wir beide haben beschlossen, dass wir Herbst und Winter dieses Jahr überspringen und gleich zum Frühjahr übergehen.
Würde ich das wirklich wollen? Mit Bestimmtheit Nein! Es ist gerade der Wechsel der Jahreszeiten, den ich auf keinen Fall missen möchte. Er symbolisiert für mich auf wunderbare Weise das Leben, von der Geburt bis zum Tod.
Eine befreundete, betagte Kräuterfrau erzählte mir kürzlich, dass sie ein Augenleiden habe und einen weiten Weg auf eine Alp auf sich genommen habe, um an einer ihr bekannten Stelle Augentrost zu sammeln.
Das erinnerte mich daran, endlich mal wieder einen Beitrag über dieses kleine Kräutlein zu schreiben, dass doch eine so grosse Heilpflanze ist.
Ich verwende nur eigene Bilder und Videos, so, wie ich auch alle Texte selber schreibe, ich benutze kein ChatGPT.
Das ist zeitintensiv, auch die seriöse Recherchearbeit, die hinter den Beiträgen steckt. Jede Spende ist für mich ein Zeichen eurer Wertschätzung für meine Arbeit, und sie trägt dazu bei, dass ich weiterhin an dieser Stelle den Menschen die Natur näher bringen kann. Denn: «„Man schützt nur, was man liebt, man liebt nur, was man kennt“ (Zitat Konrad Lorenz)