Die Lilie mit dem Turban: Türkenbund

Gestern lief ich zu der Stelle hinauf, wo jeweils der Türkenbund (Lilium martagon) blüht, um nachzuschauen, ob er bereits mit der Blüte begonnen hat. Tatsächlich sind seine Blüten kurz vor dem Aufgehen (Bilder sind teilweise vom letzten Jahr). Auch das erste Lilienhähnchen konnte ich auf angefressenen Blättern beobachten.

Nelken die klatschen und Nelken die Langschläferinnen sind

Heute ist ein trüber Tag und es regnet. Darüber bin ich froh und dankbar, die Natur kann Regen in dieser Wachstumsphase sehr gut gebrauchen.

Aber ich möchte euch heute trotzdem etwas Licht in die Bude bringen, mit zwei weissblühenden Pflanzen aus der Gattung der Leimkräuter (Silene), die gerne miteinander verwechselt werden: Die Weisse Lichtnelke (Bild, Silene latifolia ssp. alba) und die Klatschnelke (Silene vulgaris).

Gespinstmotten – wahre Verpackungskünstler

Sie spinnen mal wieder!!

Aufmerksamen Spaziergängerinnen und Spaziergängern werden sie kaum entgehen: die Gespinste, die nun wieder beginnen, so manchen Strauch wie das Pfaffenhütchen (Bilder), Weissdorn, Schlehen, aber auch Weiden und Traubenkirschen, und gelegentlich Obstbäume, einzuhüllen.

Dahinter stecken die Gespinstmotten (Yponomeutidae), die sogar den Verpackungskünstler Christo in den Schatten stellen.

Junge Fichtenzapfen: Kostbares aus dem Wald

Es ist noch gar nicht lange her, da sind sie – wie hier kürzlich gezeigt – wie rote Kerzen auf den Fichtenzweigen gestanden. In der Zwischenzeit haben sich aus den befruchteten weiblichen Blüten stattliche Zapfen entwickelt.

So lange sie noch rot, respektive grün sind, können die Zapfen der Fichte respektive Rottanne (Picea abies) für die Herstellung einer Salbe verwendet werden.

Lila Hingucker in den Wiesen: Acker-Witwenblumen

Sie sind unglaubliche Insektenmagnete und setzen wunderbare lila Farbakzente in den Wiesen: Die Acker-Witwenblumen (Knautia arvensis).

Früher verwechselte ich sie oft mit den Skabiosen (Scabiosa), doch es gibt eine einfache, sehr gute Eselsleiter, um die beiden ähnlichen Pflanzen voneinander unterscheiden zu können.

Eine Orchidee zum Muttertag

Diese Orchidee, fotografiert in einem Naturschutzgebiet, widme ich am heutigen Muttertag allen Müttern.

Auch die Väter haben ja ihren Tag – in der Schweiz stets am ersten Sonntag im Juni (also nächstens am 2. Juni) – heute aber gilt die Aufmerksamkeit und Dankbarkeit den Müttern.

Faszinierend, raffiniert: Aronstabblüte

Jetzt hisst er wieder die Segel, der Aronstab (Arum), daran erinnert mich nämlich die Form der Blüten dieser Kesselfallenblume. Sie sind eine äusserst raffinierte Falle für Insekten. Doch der Aronstab ist nicht etwa eine fleischfressende Pflanze, er nimmt die Insekten lediglich in Gefangenschaft, bis diese ihren Job, die Bestäubung, erledigt haben. Aber schauen wir doch einmal das hochinteressante Innenleben dieser Kesselfallenblüte an.

Begegnung am Auffahrtstag mit der Ringelnatter

Was für ein Glück! Heute lag ich beim Fotografieren mal wieder bäuchlings am Boden, als ich im Augenwinkel eine Bewegung wahrgenommen hatte: Eine Ringelnatter züngelte kaum zwei Meter neben mir und sonnte sich am Waldrand.

Letztes Jahr, etwa um dieselbe Zeit im Mai, konnte ich in unserem Garten eine Barren-Ringelnatter (Natrix natrix helvetica) beobachten. Auch hier handelt es sich wiederum um eine solche, sie kommt in der ganzen Schweiz vor, mit Ausnahme des äussersten Nordostens.

Herzliches Willkomm und Dankeschön

Heute möchte ich für einmal ganz herzlich allen, die meinen Newsletter abonniert haben, ein grosses Dankeschön für ihr Interesse aussprechen und sie begrüssen. In der Regel geschieht diese Begrüssung nach einer Anmeldung mittels einer automatisch generierten Antwort, also sehr unpersönlich.

Dabei möchte ich euch wissen lassen, wie sehr mich das Interesse an meinen Beiträgen freut. Ich hoffe, dass ich euch auch in Zukunft mit auf meine Streifzüge über Wiesen, Fluren und durch Wälder mitnehmen darf.

Zypressen-Wolfsmilch – zuerst gelb, dann rot

Auf meiner täglichen Runde begegne ich zur Zeit dieser blühenden Zypressenblättrigen Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), auch Zypressen-Wolfsmilch genannt.

Der Standort, ein trockener, karger Abstellplatz, ist für sie typisch, genauso wie der milchig-weisse, giftige Saft, der austritt, wenn sie verletzt wird.