Im Wald blüht im Mai so einiges, natürlich der Waldmeister, aber auch noch manch anderes:
Da wäre die Zweiblättrige Schattenblume (Maianthemum bifolium), ein «Familienmitglied» der Spargelgewächse. Sie gehört zur Gattung der Schattenblumen, was uns einen Hinweis darauf gibt, wo wir sie finden können.
Wahrlich, es ist verschrien heutzutage, das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus), als invasiver Neophyt, der die heimische Flora verdrängt. Doch dies ist heute nicht mein Thema, sondern die Berufs- und Beschreikräuter im Allgemeinen. Sie wurden vom Volke bereits seit vorchristlicher Zeit wider Allerlei eingesetzt, was Mensch und Vieh Schaden zufügen kann.
Aus den befruchteten weiblichen Blüten haben sich bereits etwa 5 bis 10 Millimeter grosse Früchte entwickelt.
Verschiedene Gallmilben machen zudem auf den Blättern auf sich aufmerksam: die Walnuss-Filzgallmilbe (Aceria erinea) sowie die Walnuss-Pockengallmilbe (Aceria tristriata). Beide können jedoch den Nüssen keine Schäden zufügen.
Heute mal eine kurze Bildergeschichte. Sie handelt von der Rabenkrähe, die während der Mittagszeit, als wir drinnen beim Essen sassen, sich über die für den Hund bereit gestellten Spaghetti hergemacht hatte.
Zuerst schaute sie mal ganz beiläufig durch das Fenster, ob die Luft rein ist. Danach flog sie mehrmals mit einem reichlich gefüllten Schnabel davon, bis auch noch die letzte Spaghetti weggeputzt war.
Es mussten sechs Jahrzehnte vergehen, bis ich das erste Mal in meinem Leben das zauberhafte Leuchten eines Glühwürmchens (Lampyridae) beobachten konnte. Vor zwei Wochen war es soweit, und es war eine dieser Naturerfahrungen, die man nicht so schnell vergisst. Was für ein hochinteressantes Tierchen das doch ist, das feenhafte Glühwürmchen, das eigentlich gar kein Würmchen, sondern ein Käfer ist.
Eigentlich bin ich sehr «standorttreu», wie man es so manchem Tierlein nachsagt und komme selten von «meinen» Hügeln in die Ebene herab. Kürzlich aber war ich wieder einmal an einem See und von da habe ich euch Bilder und einen Videoclip mit Stimmen von Rohrsängern mitgebracht.
Gestern lief ich zu der Stelle hinauf, wo jeweils der Türkenbund (Liliummartagon) blüht, um nachzuschauen, ob er bereits mit der Blüte begonnen hat. Tatsächlich sind seine Blüten kurz vor dem Aufgehen (Bilder sind teilweise vom letzten Jahr). Auch das erste Lilienhähnchen konnte ich auf angefressenen Blättern beobachten.
Heute ist ein trüber Tag und es regnet. Darüber bin ich froh und dankbar, die Natur kann Regen in dieser Wachstumsphase sehr gut gebrauchen.
Aber ich möchte euch heute trotzdem etwas Licht in die Bude bringen, mit zwei weissblühenden Pflanzen aus der Gattung der Leimkräuter (Silene), die gerne miteinander verwechselt werden: Die Weisse Lichtnelke (Bild, Silene latifolia ssp. alba) und die Klatschnelke (Silene vulgaris).
Ich verwende nur eigene Bilder und Videos, so, wie ich auch alle Texte selber schreibe, ich benutze kein ChatGPT.
Das ist zeitintensiv, auch die seriöse Recherchearbeit, die hinter den Beiträgen steckt. Jede Spende ist für mich ein Zeichen eurer Wertschätzung für meine Arbeit, und sie trägt dazu bei, dass ich weiterhin an dieser Stelle den Menschen die Natur näher bringen kann. Denn: «„Man schützt nur, was man liebt, man liebt nur, was man kennt“ (Zitat Konrad Lorenz)