Buchen die ihre Blätter nicht verlieren

Jedes Jahr im Spätherbst bilden die rot gefärbten Blätter von einzelnen Rot-Buchen (Fagus sylvatica) einen wunderschönen Kontrast zum Weiss des ersten Schnees.

Ältere Rot-Buchen werfen ihr Laub meistens nach einer intensiven goldgelben, orangebraunen Herbstfärbung Ende Oktober ab, nicht selten jedoch erst nach mehreren Frösten. Jüngere Bäume hingegen behalten ihre Blätter oft bis im Frühjahr.

Noch immer «rauchen»sie, die Stäublinge

Sie sind noch da und dort zu finden, verschiedenen Arten von Stäublingen (Boviste).

Was wir bereits als Kinder gemacht haben, kann ich noch heute manchmal nicht lassen, wenn ich ihnen begegne: Kurz Zusammendrücken und beobachten, wie die braune Sporenwolke dem Fruchtkörper entwicht. Damit ist man den Stäublingen gleich noch bei der Vermehrung behilflich.

Mit ziemlicher Sicherheit handelt es sich bei den abgebildeten Stäublingen um Birnen-Stäublinge (Apioperdon pyriforme). Man findet sie häufig auf morschen Baumstrünken, von August bis November.

Letztes spätherbstliches Farbspektakel

Noch immer tragen einige Laubbäume und Sträucher ihr buntes Kleid. Jetzt, im Spätherbst, leuchten die Farben besonders intensiv, vorallem wenn die Sonne scheint.

Zur Zeit fegt ein Sturm über das Land, peitscht Regen und Schnee horizontal über Wiesen und Felder und reisst schon bald auch das letzte Blatt mit sich fort. Geniessen wir also nochmals diese Bilder der letzten herrlich bunten Herbsttage.

Geweihförmige Holzkeulen im Novemberwald

Heute im «Regenwald».

Nebel und das Rauschen vom reissenden Bach steigen von den Tiefen des Tobels herauf. Schwere Tropfen fallen von den Bäumen und von Moos, welches von Ästen herabhängt. Stille. Wohltuende Stille.

Entlang des Weges entdecke ich auf demselben Baumstumpf wie letztes Jahr neue Geweihförmige Holzkeulen (Xylaria hypoxylon). Wie stoppeliger Bartwuchs entspriessen sie den Stümpfen von Laubholzbäumen. Sie können im Aussehen variieren, je nach Alter. Jung sind sie sehr hell und relativ kurz, später werden sie höher, mit verzweigten Enden (Geweih), gräulich und schliesslich schwarzgrau.

Zittern wie Espenlaub – das Original

Sie ist uns wohl allen bekannt, die Redewendung «Zittern wie Espenlaub». Hier seht ihr das Original sozusagen, Espen, deren Blätter so wunderbar im Wind zittern und dabei ein ganz feines Rascheln von sich geben.

Ein interessanter Baum, die Zitterpappel, wie sie auch genannt wird, welche bereits die indigenen Völker Nordamerikas genutzt haben und für den die Biber eine Vorliebe haben.

Warum Blätter im Herbst bunt werden

Wenn jetzt in diesen Novembertagen die Sonne scheint, so entzündet sie in den Laubbäumen ein wahres Feuerwerk an Farben.

Warum aber verfärben sich die Blätter und fallen ab und weshalb verlieren Esche, Erle und Holunder ihre Blätter grün?

Von Bettlaub und Bettlaubsäcken

Bis in die frühen 1960-er Jahre schliefen in einigen Regionen vorallem ärmere Familien, die sich die neumodischen Matratzen nicht leisten konnten, noch auf Bettlaubsäcken.

Im Rahmen einer Studie als Oral-History-Projekt, welches sich regional auf die «Buchenwaldgemeinden» des St. Galler Rheintals beschränkte, wurden Zeitzeugen in Interviews befragt. Aus diesem Grund weiss man heute noch viel über die Nutzung des Laubes als Füllmaterial für Bettlaubsäcke.

Krümmlinge, Alphorn und Haselfichte

Jedes Mal, wenn ich an diesem jungen Ahornbaum vorbeilaufe, denke ich, der wäre perfekt für ein Alphorn.

Nun bin ich der Frage, welche Bäume man für den Alphornbau verwendet, nachgegangen und auf viel Interessantes, Erstaunliches, sowie noch nie Gehörtes gestossen, unter anderem auf die Haselfichte.