Die Blätter sind schon lange da und bald wird der Bärlauch (Allium ursinum) seine Blütenknospen entwickeln. Höchste Zeit, euch auf eine Frühlingsdelikatesse aufmerksam zu machen: In Essig eingelegte Bärlauch-Kapern.
Schnell und einfach in der Herstellung, wunderbar im Genuss.
Diese Liedzeile entstammt einem alten Kinderlied und bezieht sich auf den Mai. Nun, bis dahin geht es noch eine Weile, aber der Schlehdorn (auch Schwarzdorn, Schlehe, Prunus spinosa) hat – wie üblich um die Frühlings-Tagundnachtgleiche – mit seiner wunderbaren Blüte begonnen.
Die Schlehe ist ein Strauch von grossem ökologischen Wert, hat aber auch uns Menschen seit Jahrtausenden so einiges zu bieten.
Das Hirtentäschel (Capsella) – von den einen als lästiges Unkraut betitelt, von grossen Kräuterkundigen als altbewährte Heilpflanze gelobt und in China sogar als Gemüsepflanze kultiviert.
Der erste «warme» Frühlingsregen hat sie aus der Kältestarre erwachen lassen: Den Weinbergschnecken (Helix pomatia) hat’s wortwörtlich den «Decke glüpft».
Sobald die Bedingungen es zulassen, stossen diese grossen Gehäuseschnecken ihre Kalkdeckel (Epiphragma) ab und werden wieder aktiv.
Ich war schon so lange auf der Suche nach diesen Baumpilzen, farbenprächtig wie Schmetterlingsflügel, nun habe ich sie endlich gefunden, direkt vor meiner Haustüre: Schmetterlingstrameten (Coriolus versicolor)
Wer ihre Lieblingsstandorte kennt, hat gute Chancen sie zu finden, denn sie kommen in Mitteleuropa recht häufig vor.
Ob er überhaupt noch etwas sieht beim Fliegen? Dieser Rabe scheint den Schnabel kaum voll zu kriegen mit Nistmaterial. Er holt es sich vom Dach unseres Unterstandes.
Manchmal brechen sie auch frische Zweige an den Haselsträuchern ab, dazu müssen sie ganz schön daran rupfen. Raben sind schlau, die wissen, dass frische Zweige biegsamer sind und sich für den Nestbau besser eignen, als dürre, sperrige Zweige.
Letzte Woche waren sie wieder da, die Stare (Sturnus vulgaris) und wie immer, kommt einer selten allein.
Sitzt dann so ein Schwarm auf einem Baum und schreit Zeter und Mordio, kann man schon mal überraschende Laute vernehmen, denn Stare sind hervorragende Stimmenimitatoren.
Sind sie euch auch schon aufgefallen, diese grünen Baumfüsse?
Es ist oft das Zypressenschlafmoos (Hypnum cupressiforme), welches den Bäumen grüne Socken anzieht. Ein Moos, welches unseren Vorfahren einst geholfen hat, sich weich zu betten.
Der März ist bei uns in den letzten Jahren der Monat, in dem der Rote Holunder (Sambucus racemosa) beginnt Blütenknospen und Blätter auszutreiben.
Das ist denn auch gleich ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Schwarzen Holunder (Sambucus nigra), denn dieser entwickelt zuerst vollständig die Blätter, erst dann kommen die Blüten und auch die Blüten der beiden Holunderarten sehen unterschiedlich aus.
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