Die Sporen des Bärlapp lassen es krachen

Der Sprossende Bärlapp – Lycopodium annotium

Der moosartige Bärlapp hat ein Sporenpulver, das man nicht umsonst auch Hexenmehl nennt: Es heisst, dass, wenn man den goldenen Staub ins Feuer wirft, dieser heftige Explosionen verursachen kann. Diesen Umstand machten sich nicht nur Schamanen, sondern auch Theaterschauspieler zu Nutzen; immerhin verhalf ihnen das Sporenpulver zu dramatischen, eindrücklichen Effekten. Als Drudenfuss, wie man den Bärlapp auch nennt, wurde er von vielen europäischen Bauern einst an die Stalltür genagelt. Dort sollte er Druden und Hexen fernhalten. Der Bärlapp, von denen es mehrere Arten, unter anderem auch den Keulen-Bärlapp gibt, war aber nicht nur eine Zauber- und Hexenpflanze, sondern er gilt noch heute als Heilpflanze. (Achtung: Das Kraut ist leicht giftig)

Es regnet mal wieder schwarze Nüsse

Sie bereichern das Landschaftsbild: Freistehende, alte Walnussbäume

So gross, wie der wunderschöne Nussbaum des Nachbarn, ist der unsrige noch lange nicht. Trotzdem erfreut er uns in seinem zarten Alter von 16 Jahren bereits mit vielen Nüssen.

Ab in die Büsche, der Holunder ist reif!

Der Holunder ist reif.

Die Holunderbeeren sind dieses Jahr schon früh reif und so beginnt für mich wieder der Wettlauf:

Warte ich, bis wirklich alle Beeren an einer Dolde voll reif sind, werden sie meistens von den Vögeln gefressen, bevor ich überhaupt dazu komme sie zu ernten. Habe mal vorsorglich unseren Hund als Wächter angestellt 😉

Im Rezepte-Teil findet ihr Angaben zu meinem Holunder-Gelée.

Die Schrecke mit dem Krummsäbel

Punktierte Zartschrecke – Leptophyes punctatissima

Das Schöne am Arbeiten draussen in der Natur ist, dass es immer wieder so viel Spannendes zu entdecken gibt. Hier überraschte mich beim Rosenschneiden eine Punktierte Zartschrecke. Sie ist am Hinterteil ausgerüstet mit einem leicht gekrümmten Säbel. Doch keine Bange, der ist nicht da um uns zu piesacken, sondern dient ihr sozusagen als Taschenmesser, mit welchem Pflanzenteile aufgeritzt werden. In diese Ritzen werden danach die Eier abgelegt.